CEO Ulrich Spiesshofer
„Mit gezielten Maßnahmen zur Verlagerung des Unternehmensschwerpunktes haben wir unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessert, Wachstumssegmente adressiert und Geschäftsrisiken gesenkt," erläuterte Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB, das Jahresergebnis. (Bild: ABB)

Übergangsjahr abgeschlossen – ABB Jahresergebnisse 2017:

In Position für profitables Wachstum

ABB hat die Jahresergebnisse für 2017 veröffentlicht. „Im Übergangsjahr 2017 haben wir ABB weiter fokussiert und gestärkt. Unser digital-basiertes Portfolio bietet unseren Kunden in den Bereichen Energieversorgung, Industrie und Transport und Infrastruktur zwei klare Leistungsversprechen: Strom von jedem Kraftwerk zu jedem Verbrauchspunkt zu bringen sowie Industrien vom Rohstoff bis zum Endprodukt zu automatisieren“, kommentierte ABB-CEO Ulrich Spiesshofer das Ergebnis. „Die Zahlen für das Jahr 2017 sind durch unsere umfassende Transformation belastet. Mit gezielten Maßnahmen zur Verlagerung des Unternehmensschwerpunktes haben wir unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessert, Wachstumssegmente adressiert und Geschäftsrisiken gesenkt. Wir haben das Wachstum unserer Basisaufträge in vier aufeinanderfolgenden Quartalen gesteigert. Dank des Momentums aus 2017 sind wir gut unterwegs, um in der sich verbessernden Marktsituation profitabel zu wachsen. Der heutige Vorschlag für die neunte Dividendenerhöhung in Folge unterstreicht unsere Zuversicht.“

Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2017

Das offizielle Statement von ABB zum Geschäftsjahr 2017 liest sich folgendermaßen:

ABB lieferte im Geschäftsjahr 2017 trotz widriger Marktbedingungen und der fortgesetzten Transformation eine stabile finanzielle Performance. Der Gesamtauftragseingang blieb stabil (stabil in US-Dollar). Bei den Basisaufträgen (Aufträge unter 15 Millionen US-Dollar) nahm das Momentum in jedem Quartal zu und stiegen im Gesamtjahr um 5 Prozent (6 Prozent in US-Dollar). Das trug dazu bei, den Effekt der rückläufigen Großaufträge abzufedern. Die Großaufträge steuerten 2017 8,5 Prozent zum gesamten Auftragseingang bei, gegenüber 13,5 Prozent im Vorjahr. Dieser Rückgang ist teilweise auf die Neuausrichtung des Geschäftsmodells von ABB zurückzuführen. Die Serviceaufträge wuchsen um 8 Prozent (8 Prozent in US- Dollar) und machten 20 Prozent der Gesamtaufträge des Konzerns aus.

Der Auftragsbestand belief sich Ende Dezember 2017 auf 22.414 Millionen US-Dollar und lag 4 Prozent
(2 Prozent in US-Dollar) tiefer als im Vorjahr. Das Book-to-Bill-Verhältnis ging von 0,99x im Jahr 2016 auf 0,97x im Berichtsjahr zurück.

Der Umsatz verbesserte sich um 1 Prozent (1 Prozent in US-Dollar) auf 34.312 Millionen US-Dollar. Positive Beiträge aus der Division Elektrifizierungsprodukte und der Division Robotik und Antriebe konnten die Rückgänge in den Divisionen Industrieautomation und Stromnetze mehr als ausgleichen. Die Serviceaufträge legten insgesamt um 3 Prozent zu (3 Prozent in US-Dollar) und machten 18 Prozent des Gesamtumsatzes aus.

ABB setzte ihre Next-Level-Strategie im Jahr 2017 konsequent um. Das Unternehmen führte sein Digitalangebot ABB AbilityTM ein und nahm weitere Investitionen in die Digitalisierung, den Vertrieb, die Markenentwicklung und die Forschung und Entwicklung vor. Mit dem WCP-Programm (White Collar Productivity) und Maßnahmen zur Verbesserung der Lieferkette/Operational Excellence erzielte ABB umfassende Kostensenkungen. Darüber hinaus wurden verschiedene bedeutende Transaktionen angekündigt oder abgeschlossen. ABB baute Risiken im Portfolio weiter ab, indem sie Nichtkerngeschäfte verkaufte und Schritte zur Neuausrichtung des Geschäftsmodells für EPC-Aktivitäten (Engineering, Procurement, Construction) umsetzte. Diese Maßnahmen wirkten sich auf das Ergebnis des Geschäftsjahres aus. Das operative EBITA des Unternehmens ging um 2 Prozent zurück (1 Prozent in US- Dollar) und belief sich auf 4.130 Millionen US-Dollar. Darin enthalten sind Belastungen in Höhe von circa 140 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit den EPC-Geschäften. Die operative EBITA-Marge betrug 12,1 Prozent, bei einem negativen Effekt von 30 Basispunkten durch Belastungen aus den EPC-Geschäften. Ohne diese Belastungen wäre sie stabil geblieben.

Der Konzerngewinn stieg 2017 gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent auf 2.213 Millionen US-Dollar. Ursächlich hierfür waren insbesondere niedrigere transformationsbedingte Restrukturierungskosten und restrukturierungsbedingte Aufwendungen sowie Gewinne aus den Geschäftsveräußerungen im Berichtsjahr. Der unverwässerte Gewinn je Aktie erhöhte sich um 17 Prozent auf 1,04 US-Dollar. Der operative Gewinn je Aktie lag bei 1,25 US-Dollar und damit währungsbereinigt 1 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit betrug im Berichtsjahr 3.799 Millionen US-Dollar und blieb damit gegenüber 2016 stabil. ABB profitierte weiterhin von der Verbesserung des Nettoumlaufvermögens, wodurch 2017 Barmittel in Höhe von rund 600 Millionen US-Dollar generiert wurden. Das Nettoumlaufvermögen in Prozent des Umsatzes sank auf 11,3 Prozent – eine Verbesserung um 10 Basispunkte gegenüber dem Vorjahr. Der Investitionsaufwand des Konzerns belief sich 2017 auf 949 Millionen US-Dollar. Der Free Cashflow von 2.926 Millionen US-Dollar lag 5 Prozent unter Vorjahresniveau. Die Cashflow-Rendite auf das investierte Kapital (CROI) des Unternehmens betrug 12,4 Prozent und wurde vor allem durch die Übernahme von B&R beeinflusst.

Dividende

Für das Geschäftsjahr 2017 hat der Verwaltungsrat von ABB eine Dividende von 0,78 Schweizer Franken je Aktie vorgeschlagen. Das wäre eine Erhöhung um 0,02 Schweizer Franken gegenüber der Dividende 2016 und die neunte Dividendenerhöhung in Folge, vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre auf der Generalversammlung am 29. März 2018. Der Vorschlag entspricht der Dividendenpolitik von ABB, über den Zeitverlauf eine stetig steigende und nachhaltige Dividende auszuschütten. Das Ex-Dividende-Datum und das Ausschüttungsdatum in der Schweiz dürften in den April 2018 fallen. Weitere Informationen stehen auf der Website von ABB zur Verfügung.

Kurz- und langfristiger Ausblick

Die makroökonomischen Signale für Europa und USA sind positiv; für China wird weiterhin Wachstum erwartet. Die globalen Märkte wachsen wieder, sind aber dennoch von Unsicherheiten in verschiedenen Teilen der Welt geprägt. Der Ölpreis und Effekte aus der Währungsumrechnung werden das Unternehmensergebnis voraussichtlich weiterhin beeinflussen.

Die attraktiven langfristigen Aussichten zur Nachfrage in den drei wichtigen Kundensegmenten von ABB – Energieversorgung, Industrie, Transport und Infrastruktur – stützen sich auf die Energiewende und die Vierte Industrielle Revolution. ABB ist mit einer starken Marktpräsenz, der geografisch ausbalancierten Geschäftstätigkeit, dem breiten Portfolio, der Technologieführerschaft und ihrer Finanzkraft gut aufgestellt, um diese Chancen für langfristiges profitables Wachstum zu nutzen.

 

Weitere Informationen: abb.at


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