Hochpräzise Hochspannungsmessbrücke für lange Energiekabel

Gerade bei langen, unterirdisch verlegten Kabeln stößt herkömmliche Kabelfehlerortung schnell an ihre Grenzen. Eine Kabelfehlerortung mittels Impulsreflexion, wie etwa in der »Time Domain Reflexion« (TDR), ist in Reichweite und Präzision erheblich eingeschränkt. Die Reichweite der neuen Fehlerortungsbrücke ist sehr viel größer als die von Reflektometern – und liefert dazu auch noch sehr viel präzisere Ergebnisse. Das Messsystem im HVB10 ist eine bahnbrechende Weiterentwicklung der in Fachkreisen bekannten Vorarbeiten von Murray, Glaser und Prof. Thomas Küpfermüller. In diesen wird die Entfernung zum Fehler durch das Verhältnis zwischen parallel geschalteten Brückenwiderständen ermittelt. Zudem setzt die neue Messbrücke eine bi-polare Methode ein, die den Spannungsabfall mit einer Stärke bis zu 10 kV auswertet. Galvanische und thermoelektrische Störungen werden auf diese Weise zielsicher umgangen.

Außerdem nutzt das neuartige Konzept dieser Hochspannungsmessbrücke zwei unabhängige Methoden zur Vorortung. Das erhöht die Präzision bei der Fehlerortung zusätzlich. HVB10 löst bei der Ortung viele physikalische Probleme für die Energieversorger. Überall dort, wo bisherige Systeme versagen, spielt HBV10 seine Stärken voll aus. Und zu diesen Stärken zählt auch die einfache Handhabung durch die zentrale System-Steuerung »Easy-Go« von SebaKMT. Sämtliche Prüfsequenzen werden automatisch eingeleitet und durchgeführt. Die gewonnenen Ergebnisse werden in Klartext leicht verständlich dargestellt (und aufgezeichnet?). Selbst ungeübte Anwender finden sich mit der übersichtlichen Software schnell zurecht und erzielen auf Anhieb gute Resultate.

Unterstützt wird die intuitive Handhabung durch die kompakten Maße und das vergleichsweise leichte Gewicht. Neben der Wasserdichtheit ist das vorallem im Off-Shore-Bereich ein wichtiger Aspekt im hochentwickelten Sicherheitskonzept von SebaKMT. Deshalb erfüllt HVB10 alle nationalen und internationalen Standards wie DIN VDE, IEC, ISO, IEEE und RoHS.

Bild: Megger

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