Himmelhoch: easyTherm heizt Gewerbehallen ein

Sie als »himmlisches Vergnügen« zu bezeichnen, wäre vielleicht ein bisschen weit hergeholt. Trotzdem hat die Infrarotheizung ein klein wenig etwas, das den Bezug im weiteren Sinne zulässt. Denn das Nahverhältnis der Infrarotheizung zur Strahlungswärme der Sonne darf wohl als gegeben gelten. Getoppt wurde diese Tatsache durch unser Erlebnis in einer neu errichteten Gewerbehalle in der Salzburger Stadt Hallein. Denn die auf zwischen 6 und 7 m Höhe an der Decke montierten Infrarotheizungspaneele von easyTherm wärmen den Baukörper von oben herab derart massiv auf, dass selbst die sensiblen Pflanzen von einem der eingemieteten Gewerbetreibenden ihre wahre Freude mit dem Raumklima haben.

Die Halle in Hallein bietet Gewerbetreibenden die passenden Räume, um individuelle Bedürfnisse zu erfüllen. Auf einer Höhe von 6 bis 7 Metern sind die Infrarotheizpaneele von easyTherm angebracht und sorgen für die richtige Temperierung.Hätte man sich das gedacht? Wir wären nicht auf die Idee gekommen, dass Hallen dieser Größen- bzw. Höhenordnung ein Fall für Infrarotheizungen sein können. In Hallein wurden wir eines Besseren belehrt. Denn easyTherm-Geschäftsführer Dr. Oliver Karall und Außendienst-Mitarbeiter Helfried Haberl führten uns in der geschichtsträchtigen Salzburger Gemeinde an einen Ort, dem es zwar an Charme ein wenig mangelte, wo aber unser Erlebnis, bedingt durch die beeindruckenden Rahmenbedingungen, die wir vorfanden, mehr als wieder wettgemacht wurde. Kaum eine andere Bauwerkskategorie kann in der Regel nüchterner und kälter sein als Industrie- und Gewerbehallen. Nicht so die Halle des Halleiner Bauherrn. Denn kalt ist es hier definitiv nicht – dafür sorgen die Infrarotheizungspaneele von easyTherm.

Die von einem Investor errichtete 2.000 m2 große Gewerbehalle in Hallein am ehemaligen Gelände einer Schrottanlage ist bauseits in vier Bereiche unterteilt, deren Flächen wiederum jede für sich noch einmal in der Hälfte teilbar sind und über jeweils einen »Bürowürfel« verfügen. Das Interesse von Gewerbetreibenden, die Hallen zu mieten, ist groß – mittlerweile stehen nur noch wenige Flächen zur freien Verfügung. Vom Tischler bis zum Züchter von pharmazeutischen Pflanzen – die Bandbreite der in den Hallen künftig ausgeübten Gewerbe ist groß.

Die Wand ist als Betonhohlschale, in deren Mitte eine 15 cm dicke Isolierung platziert ist, ausgeführt – sie wird von der Infrarotheizung angestrahlt und dient als Wärmespeicher. Die Decke ist in Niedrigenergie-Standard mit 40 cm dicker Dämmung errichtet und damit ähnlich wie die Wand ein idealer Energiespeicher für die Infrarotheiztechnik.„Die Infrarotheizung hat sich für dieses Projekt definitiv aufgedrängt“, meint selbst ein Gas-, Sanitär-, Heizungs-Installateurmeister wie Robert Kronreif vom ausführenden Unternehmen RWS – er weiß auch warum: „Der Betreiber musste keine technische Anlage wie ein Heizhaus oder einen Kamin errichten. Außerdem hat er mit keinerlei Wartung zu rechnen, muss brandschutztechnisch auf weniger Details achten und kann last, but not least jeden Abschnitt individuell heizen und abrechnen.“ Kein Wunder, dass ein getrenntes Abrechnen umsetzbar ist, ohne Diskussionen mit den Mietern zu riskieren – immerhin sind die Zwischenwände der Hallenabschnitte auf Außenwandniveau im Niedrighausenergie-Standard gedämmt, wodurch jeder Gebäudeabschnitt aus energiebilanztechnischer Sicht für sich alleine steht. Kronreif, der die Installation gemeinsam mit Hermann Ziller vom gleichnamigen Elektrounternehmen durchführte, betont, dass man mit der Infrarotheizung die Forderung nach einer Mindesttemperatur von +18°C bei maximaler Außentemperatur von –16°C bzw. die Heizlast, die von der Norm vorgegeben wird, locker erfüllt. „In der Regel ist die Temperatur mehr als ausreichend. Im Gegenteil, +18°C samt Strahlungsenergie lassen einen bei körperlichen Arbeiten in der Regel ins Schwitzen kommen. In besonderen Fällen, wie der des Pflanzenzüchters, müssen wir einfach die Anzahl der Heizpaneele erhöhen. Die Infrarottechnik ist äußerst flexibel – nehmen wir den Fall, dass hier jemand ein Hochregallager installiert und die Steher würden mit den Heizpaneelen »kollidieren«, so wäre ein Versetzen der Infrarotpaneele ein Leichtes.“

V.l.n.r: Gas-, Sanitär-, Heizungs-Installateurmeister Robert Kronreif von RWS aus Hallein, easyTherm-Außendienst-Mitarbeiter Helfried Haberl, easyTherm-Geschäftsführer Dr. Oliver Karall und Hermann Ziller vom gleichnamigen Elektrounternehmen aus Adnet standen uns Rede und Antwort.Als Gas-, Sanitär-, Heizungs-Installateurmeister ist es Kronreif gewohnt, dass das Heizmedium den Raum spätestens nach ein paar Stunden aufgeheizt hat. Anders bei der Infrarotheizung: „Das war zu Beginn besonders spannend – es tat sich nämlich in den ersten drei Tagen nichts Merkbares. Heizungen, mit denen ich in der Regel arbeite, funktionieren anders: Zuerst wird die Raumluft erwärmt und diese heizt dann langfristig die Wände auf. Die Strahlungsenergie der Infrarotheizung erwärmt aber zuerst den Baukörper, der wiederum langsam aber dafür nachhaltig die Temperatur auch an die Raumluft abgibt.“ Eine clevere Lösung – vor allem auch dann, wenn das Hallentor bei Lieferungen über einen längeren Zeitraum geöffnet ist und die warme Raumluft entweicht: „Da die Wände aufgewärmt sind, dauert es in solchen Fällen im Vergleich zu herkömmlichen Heizungen wesentlich kürzer, bis die Raumluft wieder eine angenehme Temperatur erreicht hat“, lässt uns Haberl wissen und holt sich die Bestätigung von Kronreif durch sein zustimmendes Nicken.
Nachdem der »Startprozess« abgeschlossen war, funktionierte die Heizung so, wie die Verantwortlichen es geplant hatten. Oder fast noch besser – denn als sich die anfängliche Nervosität der Verantwortlichen, bedingt durch den vergleichsweise langwierigen Aufheizprozess, gelegt hatte, schlug die Stimmung sehr schnell in vollstes Vertrauen um: „Denn seitdem beheizen wir die vermieteten Flächen zur Zufriedenheit der Gewerbetreibenden und die leerstehenden Hallen im Frostschutzbetrieb, was die Kosten für den Eigentümer besonders niedrig hält“, schildert uns Kronreif den anfänglichen Lernprozess in Sachen Infrarotheizung.

Bedingt durch die Steuerung sind die Betriebskosten der Infrarotheizung mit einem wassergeführten System vergleichbar – allerdings mit dem Vorteil der wesentlich höheren Flexibilität der Infrarotheizung – inklusive der einfachen Abrechnung.Apropos Lernen – der Gas-, Sanitär-, Heizungs-, Installateurmeister beschreibt sich als Unternehmer, der darauf bedacht ist, innovativen Systemen den Vorzug zu geben: „Ich beschäftige mich seit acht Jahren mit der Installation von Photovoltaikanlagen und bin auch als zertifizierter PV-Planer tätig. Deswegen ist es trotz meiner Wurzeln in der Gas-, Sanitär-, Heizungsbranche auch gar nicht weit hergeholt, dass ich mich mit der Infrarotheiztechnik auseinandergesetzt habe. Wir haben eine Heiztechnik gesucht, deren Energieumwandlungsverluste so gering wie möglich gehalten werden und die energietechnisch auf hohem Niveau arbeitet“, beschreibt Kronreif seine Motive für den Wechsel zu einer elektrisch betriebenen Heiztechnik. Er setzt mittlerweile auch in Wohnbereichen auf die Infrarottechnik: „Vor allem ältere Menschen haben es gerne wärmer – also dort, wo herkömmliche Heizungen die Raumluft auf +24°C aufheizen müssen, um ein behagliches Gefühl zu schaffen, reicht bei der Infrarotheizung bedingt durch ihre Strahlungswärme eine Raumtemperatur zwischen +20 und +22°C, um den Wohlfühleffekt zu erzielen.“ Kronreif und Ziller haben dabei aber nicht von Anfang an alleine auf easyTherm-Infrarotheizpaneele gesetzt: „Wir haben sehr wohl auch die anderen Anbieter getestet und festgestellt, dass die easyTherm-Paneele die Strahlungsumwandlung spürbar und rechnerisch am besten realisieren.“ Und rechnen kann man bei easyTherm definitiv – die Infrarotspezialisten griffen Kronreif und Ziller bei der Planung und Berechnung unter die Arme. Pro Halle sorgen nun 12 Industrie-Heizpaneele vom Typ IP 2700 mit jeweils 1.350 Watt für angenehme Temperaturen: „Diese Paneele verfügen über eine höhere Strahlungsdichte und Oberflächentemperatur (ca. +110°C) als jene, die wir für den Heimgebrauch (ca. +80°C) empfehlen. Deswegen müssen sie – so wie das auch hier der Fall ist – außerhalb der Griffweite angebracht werden“, erläutert Dr. Karall, der auch auf die vielfältigen Steuerungsmöglichkeiten der Heizpaneele hinweist: „Von den Automatikprogrammen bis zum Frostschutz, von der Tagheizung bis zur Nachabsenkung. Der Thermostat misst die Strahlungsleistung der Paneele und nicht die Temperatur der Raumluft – konkret: Das Gehäuse des Thermostats ist aus einem Thermoplast, dessen Temperatur gemessen bzw. dessen Strahlungsleistung eruiert wird.“ Das weiß auch Kronreif zu schätzen: „Die Steuerung schafft ein hohes Maß an Individualität für jeden Mieter. Die Bedürfnisse – seien es temperatur- oder zeitabhängige Parameter – können auf die Gewohnheiten jedes einzelnen angepasst werden.“ Für Haberl sind das besondere Alleinstellungsmerkmale: „Abgesehen davon hat man bei Fußbodenheizungen im gewerblichen Bereich das Problem der eingeschränkten Staplerbefahrbarkeit – mit unseren Paneelen an der Decke können auch schwere Stapler genutzt werden. Auch Maschinen- bzw. Regallagerbefestigungen können damit ohne Bedenken im Boden verankert werden. In Summe ist die Flexibilität unseres Systems aus Infrarotheizpaneelen und Steuerung einzigartig im Vergleich zu anderen Heizungen“, freut sich der easyTherm-Vertriebs-Mitarbeiter über ein tolles Verkaufsargument – eines, das man als Elektrotechniker stets ins Spiel bringen sollte, vor allem »wenn es gewerblich wird«.

Text: Thomas Buchbauer

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