Hausautomation mit Aussicht im Hotel der Winzerfamilie Malat

Seit fast 300 Jahren besteht das Weingut der Familie Malat im kleinen Ort Palt bei Krems. Über mehrere Generationen hat sich die Spitzenwinzerfamilie mit Erfolg auf den Weinbau konzentriert. Der Seniorchef, Gerald Malat, zählt zu den bedeutendsten Winzerpersönlichkeiten des Landes und wurde im In- und Ausland vielfach für seine hohen Qualitätsprodukte ausgezeichnet. Seit drei Jahren hat er ein weiteres Betätigungsfeld gefunden: Mit fester Entschlossenheit ist der Visionär mit seiner gesamten Familie in die Hotellerie eingestiegen. Gemeinsam mit Sohn Michael, der auf der Universität für Bodenkultur in Wien studiert hat, wurde ein Wein-Boutiquehotel an der Stelle des alten Hafnerhauses im Ort errichtet. In liebevoller Kleinarbeit wurde dabei der Altbestand saniert und mit modernen Zubauten erweitert. Ganz nach dem Credo von Vater und Sohn: »Passend zum Wein soll es sein«.

 

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Aufwendige Revitalisierung
Die ersten Aufräumarbeiten haben im Herbst 2010 begonnen. Aufgrund des schlechten Zustandes des Hafnerhauses konnten nur wenige Mauern im Originalzustand belassen werden. Die Steine der abgetragenen Mauerteile wurden per Hand gewaschen, geputzt und wiederverbaut. „So war es für uns besser möglich, die frühere Baustruktur nachzuvollziehen. Außerdem wollten wir die abgetragenen Steine wieder neu verbauen”, wie der Seniorchef erklärt. Keller und Erdgeschoß wurden so mit vorhandenem Material revitalisiert – der weitere Ausbau ist mit aktueller Baukunst modern errichtet worden. „Unter Berücksichtigung auf alte Werte und Traditionen, denen wir uns verbunden fühlen, wurden der Neubau und der Altbestand harmonisch zusammengefügt”, unterstreicht der Juniorchef Michael Malat. Besonderes Augenmerk legten Vater und Sohn dabei auf eine nachhaltige Bauweise. Das nach eineinhalbjähriger Bauzeit im Jahr 2012 fertiggestellte Hotel wurde in einer Holz-Leim-Variante gebaut, hat eine eigene Wasser- und Wärmeaufbereitung und 3-fach verglaste Fenster. Verantwortlich für die Planung war TM-Architektur.

Schon bei der Hoteleröffnung war das Medienecho gewaltig. Heuer, im vierten Jahr des Bestehens, sind die Malats seit Mitte Jänner schon fast vollständig ausgebucht. „Immer wieder bin ich überrascht, in wie vielen Hotelführern wir schon aufgeführt sind”, zeigt sich Gerald Malat über die Entwicklung zufrieden. Den Gästen kann ein großes Programm von Kultur über sportliche Aktivitäten und landschaftlichen Schönheiten geboten werden. Und natürlich kommen Weinkenner und Genießer auf ihre Kosten. „Aber die meisten kommen, um einfach einmal Ruhe und Entspannung zu haben – darunter auch viele aus dem nur maximal eineinhalb Stunden entfernten Wien”, äußert Michael Malat, der sein Kundenklientel sehr gut kennt. Die kurze Distanz zieht auch Geschäftsreisende an, die lieber entspannt am Abend bei einem Glas Wein die Ruhe genießen als im Großstadttrubel unterzugehen.

Hoher Qualitätsanspruch der Spitzenwinzer
Die zehn Zimmer, im mitten in den Weingärten gelegenen Hotel, sind luxuriös eingerichtet. Wittmann-Betten laden zum Schlafen ein, eine weitere Couch steht für untertags zum Chillen bereit. Die mit weißen Glasrahmen umrandeten Schalter der Serie Axolute von Bticino passen zum modernen Ambiente. Eingebunden in das My Home-Bussystem von Bticino lassen sich Licht, Jalousie und Heizung komfortabel steuern. Für absolute Entspannungsgarantie sorgen Appartements mit eigener Sauna und Badewanne mitten im Zimmer mit traumhaftem Ausblick auf die Landschaft der Wachau. „Wir liefern beste Weine – dementsprechend bieten wir auch eine hoch qualitative Ausstattung in unserem Hotel”, betont der Seniorchef nochmals.

Dieser hohe Qualitätsanspruch gilt auch für die gesamte Haustechnik. Elektrotechnisch wurde das ganze Gebäude vom langjährigen Haus- und Hofelektriker Harald Unger aus Langenlois ausgestattet. Der seit 1997 selbstständige Unternehmer hat fünf Mitarbeiter und ist seit Einführung des Bticino My Home-Bussystems ein begeisterter Anwender. Das breite Spektrum an einzubindenden Gewerken, der geringe Aufwand bei der Programmierung und das passende Preis-Leistungs-Verhältnis sieht der Experte als wesentlichen Vorteil von My Home. Martin Gugerell, seit über 20 Jahren das Legrand-Gesicht im Osten Österreichs, nickt zustimmend. Ihn verbindet eine jahrelange Freundschaft mit Harald Unger. Viele gemeinsame Projekte hat der Legrand-Mann mit dem Elektriker bearbeitet und so manche Idee des Installateurs wurde gerne bei Legrand aufgegriffen.

Das Bticino My Home-Bussystem
Lichtmanagementaufgaben, Jalousie- und Heizungssteuerungen, Audio- und Videosysteme, Türsprechanlagen und Alarmsysteme können im My Home Bussystem eingebunden werden. Vereinfacht gesagt werden an eine Hauptlinie (Backbone) die verschiedenen Gewerke mittels Systemkopplern über eine 2-Draht-Leitung eingebunden. So hängen alle Komponenten der Licht- und Jalousiesteuerung sowie die Einzelraumregelung im Automationsbus. Alle Komponenten der Beschallungsanlage kommunizieren parallel über den Beschallungsbus. Über die eigene Alarmbusleitung sind die Alarmzentrale, Bewegungsmelder und Sirenen verbunden. Den Einwand, dass, bedingt durch die örtliche Verteilung der Komponenten zu jedem Unterverteiler, mehrere Busleitungen gelegt werden müssen, lässt der gewiefte Elektriker nicht gelten: Als Busleitung verwendet er ein 8-poliges Netzwerkkabel und kann damit bis zu vier Gewerke in jeden Verteiler bringen. „Und wenn das einmal aufgrund der Anlagengröße nicht ausreichen sollte, ziehe ich einfach eine zweite Netzwerkleitung dazu”, meint er locker. Die gesamte Anlage kann per Hand über das Stecken von sogenannten Konfiguratoren auf jedem Modul parametriert werden. Als Alternative steht für komplexere Anlagen eine Programmierungssoftware zu Verfügung. Diese kann auch per Fernwartung in die Anlage eingreifen.

Vielfältige Aufgaben für das Bussystem
An heißen Sommertagen werden die Sonnensegel, dem Sonnenstand entsprechend, automatisch ausgefahren und bei Regen, Wetter und Wind wieder eingerollt. Die im Bussystem integrierte Wetterstation macht’s möglich. Über die Beschallungsanlage ertönt im sonnendurchfluteten Frühstückszimmer der Radiosender Ö3, im Empfangsbereich tönt leise der Donauwalzer und im Seminarraum wird eine selbstaufgenommene CD zum Besten gegeben. Über My Home können verschiedene Audioquellen auf unterschiedliche Orte verteilt werden. Die Nottasten der Aufzüge und in den Saunen sind über Binäreingänge in die Alarmzentrale eingebunden. Diese schickt bei Betätigung einer Nottaste auch gleich eine SMS auf das Handy des Juniorchefs. Über das eingebaute Touchscreen beim Empfang kann in die Licht- und Jalousiesteuerung und in die Einzelraumregelung aller Zimmer bequem eingegriffen werden. Schnell wird beim Auschecken eines Gastes kontrolliert, ob alle Lichter ausgeschaltet sind und die Heizung wird auf ein Minimum zurückgeführt. Vordefinierte Lichtszenen sind für den Seminarbetrieb oder für länger andauernde Festivitäten vorgesehen. Ein Knopfdruck und das Licht für die ausgelassene Partystimmung erstrahlt bis tief in die Nacht. „Und noch ein Knopfdruck und das ganze Licht ist ausgeschaltet”, ergänzt der diplomierte Juniorchef.

Ruhe vor dem Sturm
Im Winter liegt das Hotel noch im Dornröschenschlaf – es sperrt erst ab März wieder auf. Dann kommen wieder die ruhesuchenden Gäste und genießen die schöne Landschaft, das tolle Interieur und den direkten Kontakt zur Winzerfamilie. „Der persönliche Kontakt mit den Gästen macht unseren Erfolg aus”, verrät uns der Senior – und dass dann am Abend das eine oder andere Glas Wein gemeinsam genossen wird – davon kann ausgegangen werden.


Vorteile:

  • Bequeme Steuerung der Anlage über drei verteilte Touchscreen-Panels
  • 80 Komponenten über My Home-Buslösung vernetzt
  • Licht und Heizung aller Zimmer können komfortabel von der Rezeption aus bedient werden

Projektdetails:

  • Ort des Projektes: Malat Hotel, Palt bei Krems, Niederösterreich
  • Typus: Hotel
  • Projektgröße: eine My Home-Buslösung mit ca. 80 Komponenten
  • Realisierungszeitraum: 05.-10.2012
  • Gewerk: Licht, Beschattung, Audio/Video, Alarm
  • Highlight: Trotz der vielfältigen Steuerungsmöglichkeiten der gewerksübergreifenden Anlage, ist die Bedienung sowohl für Mitarbeiter und Gäste einfach gehalten.

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