Handwerk 2.0

Guten Nachwuchs zu finden ist schwer geworden. Zahlreiche Beispiele zeigen, dass für viele Betriebe die Übergabe an einen Nachfolger zum unlösbaren Problem werden kann, wenn die Vorstellungen von »Alt« und »Jung« auseinanderklaffen. Die Reinhold Würth Handwerks-Studie 2015 »manufactum« ist den Bedürfnissen von jungen Auszubildenden in Handwerksberufen nachgegangen und liefert Tipps und Praxisbeispiele, wie Unternehmen den digitalen Wandel schaffen können.

Digitale Arbeitsgeräte sind ein Muss
Junge Menschen, die ab 1990 geboren wurden und ganz selbstverständlich mit digitalen Medien aufgewachsen sind, werden als »Digital Natives« bezeichnet. Die Präsenz in sozialen Netzwerken ist für sie so selbstverständlich wie die digitale Kommunikation. Die Homepage eines Unternehmens stellt für sie die wichtigste Informationsquelle dar.

manufactum: Bereits zum vierten Mal präsentiert Würth die Reinhold Würth Handwerks-Studie. (Bild: Würth)Zukunft Multichannel
Diese jungen Arbeitnehmer wollen ihren beruflichen Alltag durch automatisierte Arbeitsabläufe optimieren. Der Einsatz von EDV in der Verwaltung, Lagerbestände via Smartphone und die Kommunikation per Mail haben bei neun von zehn Auszubildenden große Bedeutung. Der Multikanalvertrieb ist zukunftsweisend: Online-Shop, Außendienst, Telefon und Mail werden von den »Digital Natives« beinahe gleichwertig eingestuft und genutzt.

Wertschätzung ist wichtiger als Geld
Ein wesentliches Ergebnis der Studie ist, dass das Arbeitsklima eines der wichtigsten Kriterien für die Arbeitszufriedenheit junger Menschen ist. Für mehr als 80% ist ein gutes Verhältnis zu den Kollegen sogar entscheidend für den Verbleib im Betrieb. Ausschlaggebend sind auch die Zukunftsperspektiven am Arbeitsmarkt, denn immerhin 76% der Befragten wollen nach der Ausbildung im erlernten Beruf bleiben.

Chancen für die Zukunft erkennen
Welchen Herausforderungen sich Handwerksbetriebe durch die Digitalisierung der Arbeitswelt stellen müssen und welche Chancen junge Auszubildende darin sehen, kann in der Reinhold Würth Handwerks-Studie 2015 nachgelesen werden.

Information
Die Studie »Azubi im H@ndwerk 2.0«, an der über 450 Auszubildende aus dem Handwerk in Deutschland teilgenommen haben, wurde für das Unternehmen Würth in Zusammenarbeit mit dem Künzelsauer Institut für Marketing an der Hochschule Heilbronn unter der Leitung von Prof. Dr. Dirk Hass durchgeführt.

Die »Selbstbewertung« unter Handwerksbetrieben wurde von der Adolf Würth GmbH. & Co. KG initiiert und vom Institut ServiceBarometer AG München im Zeitraum Jänner bis Februar 2015 unter 718 Betrieben in Deutschland durchgeführt.

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