Halbzeit beim Bau des neuen Gira Fertigungs-, Logistik- und Entwicklungszentrums

„Es gab keinen Zeitpunkt, an dem bei allen gerade entstehenden Gebäudeteilen gleichzeitig »Richtfest-Status« gewesen wäre“, so Dirk Giersiepen, Geschäftsführender Gesellschafter der Gira Giersiepen GmbH & Co. KG. Aus diesem Grund habe das Unternehmen auf das ansonsten übliche Richtfest beim Bau seines neuen Gira Fertigungs-, Logistik- und Entwicklungszentrum im Industriegebiet Mermbach im Osten von Radevormwald (Deutschland) verzichtet.

Stattdessen hatte der Mittelständler aus dem Bergischen Land für den heutigen Freitag alle an dem Großprojekt beteiligten Firmen, Handwerker, Bauleute und eigenen Mitarbeiter zu einem »Baustellen-Bergfest« eingeladen. „Damit möchten wir allen danken, die daran mitwirken, die größte Investition in unserer 112-jährigen Firmengeschichte Wirklichkeit werden zu lassen“, betonte Dirk Giersiepen in seiner Ansprache zu Beginn der Feier. „Gemeinsam haben wir es geschafft, den Hochbau im Zeitplan, im Budget und in der richtigen Qualität abzuschließen. Und was mir ganz besonders wichtig ist: trotz der Größe des Projekts mit 65 beteiligten Firmen bisher ohne einen einzigen Arbeitsunfall.“ Mit dem heutigen Fest könne nun auch offiziell der Startschuss für den Innenausbau fallen.

»Baustellen-Bergfest«: Dirk Giersiepen, Geschäftsführender Gesellschafter von Gira, bedankte sich bei den 65 am Bau des neuen Gira Werks in Radevormwald beteiligten Firmen und deren Mitarbeitern für das große Engagement und die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Und dafür, dass es trotz der Größe des Projekts bisher keinen einzigen Arbeitsunfall gegeben hat. (Foto: Gira)Zufriedenes Zwischenfazit
Sehr zufrieden mit dem Baufortschritt zeigte sich ebenso Architekt Professor Matthias Sauerbruch, Gründer und Partner des mit der Planung beauftragten Büros Sauerbruch Hutton aus Berlin: „Man soll den Tag zwar nicht vor dem Abend loben, aber bisher haben die Teams der Firmen und der Projekt- und Bauleitung ganze Arbeit geleistet“, lautet sein Zwischenfazit nach gut einem Jahr Bauzeit. „Was da allmählich Formen annimmt, kann sich wirklich sehen lassen.“ In der Tat sind die Arbeiten an der Fassade und ihrer Verkleidung mit Paneelen so weit fortgeschritten, dass man schon jetzt ein Bild davon bekommt, wie das fertige Gebäudeensemble nach Fertigstellung im Frühsommer 2018 aussehen wird.

Spektakuläre Kranarbeiten
Doch auch im Innern der vier Baukörper mit einer Gesamtfläche von rund 30.000 Quadratmetern wird schon an vielen Stellen gearbeitet. Im künftigen Hochregallager stehen inzwischen genauso wie im automatischen Kleinteilelager sämtliche Regale, die bis unter die Decke der hohen Hallen reichen. Als besondere Herausforderung erwies sich die Installation der dazu gehörenden Fördertechnik, die Anfang dieser Woche erfolgte. Ein Spezial-Schwerlastkran mit einer Auslegung von über 40 Metern hob die Regalbediengeräte zunächst über das selbst bereits 21 Meter hohe Dach, bevor sie im Hochregallager abgesetzt und installiert werden konnten. „Das war aufwändige Präzisionsarbeit aus luftiger Höhe“, erklären die beiden Gira Projektleiter Dietmar Daszkiewicz und Andreas Dürwald.

„Ein Hauch von Eleganz“ – so beschreibt das internationale Architekturmagazin »domus« in seiner aktuellen Ausgabe die zurückhaltende Ästhetik des neuen Gira Werks. (Foto: Gira)Einbau der Technikkomponenten
Nicht weniger anspruchsvoll war der Einbau verschiedener Großkomponenten im Technikbereich, darunter unter anderem Trafos, Kompressoren und Sprinklertankanlagen. Letztere wurden bereits auf ihre Dichtigkeit getestet. „Das war der einzige Moment, wo wir uns über den vielen Regen der letzten Wochen gefreut haben“, erzählen die beiden Projektleiter. „Denn die beiden Tanks mit einem Fassungsvermögen von zusammen 2,4 Millionen Litern konnten wir für den Test mit Regenwasser füllen, das wir zuvor gesammelt hatten.“ Das gezielte Sammeln von Regenwasser ist Teil eines umfassenden Nachhaltigkeitskonzepts. Dessen Ziel ist ein möglichst effizienter und verantwortungsvoller Einsatz von Ressourcen beim Betrieb des großen Industrie- und Logistikbaus.

Online den Baufortschritt verfolgen
Der Gira Neubau wird Wareneingang, Logistik, Montage, Versand und Entwicklungsabteilung mit bis zu 550 hochmodernen Arbeitsplätzen beherbergen. Geplant ist seine Fertigstellung zum 7. Juli 2018. Wie es bis dahin mit dem Bau des Fertigungs-, Logistik- und Entwicklungszentrums vorangeht, lässt sich online unter www.gira.de/unternehmen/neubau.html verfolgen. Hier dokumentiert das seit 1910 in Radevormwald ansässige Familienunternehmen mit Fotos und Drohnen-Videos regelmäßig den Baufortschritt.

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