Gemeinsame Aufklärungsarbeit

Interview-Talk auf der ORF-Bühne.Gemeinsam mit ihren Mitgliedern präsentierte sich die IG Infrarot von 24. bis 28. Februar 2016 als herstellerübergreifende Informationsplattform für Fachbesucher und Endkunden. Auf über 160 m2 Standfläche waren namhafte europäische Infrarotheizungshersteller vertreten und boten Messebesuchern ein breites Spektrum an qualitativ hochwertigen Produkten sowie umfassende Beratung und Information in einladender Atmosphäre.
In der IG haben Mitbewerber ihre Vorbehalte überwunden, um die Vision »Heizen mit Infrarot ist Standard in Gebäuden« gemeinsam über Produktgrenzen hinweg Realität werden zu lassen. Neben Produktberatungen bot der Messeauftritt der IG Infrarot auch Gelegenheit generelle Fragen zum Thema Heizen mit Infrarot zu erörtern. Fazit: Die Mitglieder der IG Infrarot fühlen sich in ihrer Vision bestätigt und verbuchen den Messeauftritt als vollen Erfolg.

Dr.-Ing. Peter Kosack von der TU Kaiserslautern.Als Highlight für die Messebesucher konnte die IG Infrarot Dr.-Ing. Peter Kosack (Technische Universität Kaiserslautern), einen der führenden Experten im Bereich der Infrarotheizungen, für ein Interview zum Thema »Energieeinsparpotenziale bei Verwendung von Strahlungsheizflächen – insbesondere Infrarot-Heizpaneelen« gewinnen. „Infrarotheizungen erwärmen nur zum kleinen Teil die Luft und geben einen großen Teil ihrer Wärmeenergie als Infrarotstrahlen an die umgebenden Oberflächen ab und erwärmen diese. Man braucht weniger Energie, um die Oberflächen anstatt das Luftvolumen eines Raumes aufzuheizen.“ so Dr. Kosack. Um die Energieeinsparpotenziale einer Infrarotheizung tatsächlich nutzen zu können, sind laut Dr. Kosack drei Faktoren von Bedeutung: „Erstens müssen hochwertige Geräte mit hohem Strahlungswirkungsgrad eingesetzt werden – hierfür arbeiten wir gerade an einer internationalen Qualitätsnorm. Zweitens muss das Gebäude für die Infrarotbeheizung geeignet sein und drittens spielt die Art der Stromversorgung eine wesentliche Rolle. In allen drei Fällen gibt es große Unterschiede, deshalb sollten grundsätzlich Fachleute zu Rate gezogen werden.“

Nach diesem gelungenen Messeauftritt wird sich die IG Infrarot laut eigenen Aussagen nun verstärkt auf laufende und geplante Forschungsprojekte konzentrieren, wodurch nicht zuletzt Normungsprozesse maßgeblich beeinflusst werden sollen. Der Startschuss für die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Infrarotheizungs-Verbänden ist im Rahmen einer Fachtagung Anfang Februar bereits gefallen. Erklärtes Ziel ist es, die Kräfte zu bündeln und gemeinsam Heizen mit Infrarot als anerkannte Standardheizlösung für Gebäude zu etablieren.

 

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