GE steckt 340 Millionen Euro in Offshore-Windkraft

 

Eigenen Angaben nach soll der deutsche Standort zum Technologiezentrum mit Schwerpunkt Produkt- und Anwendungsentwicklung und produktnaher Technologieforschung werden. Bis 2016 sollen dort 100 neue Arbeitsplätze – unter anderem am Hauptsitz Salzbergen und im Großraum München sowie Hamburg – entstehen. “Wir glauben daran, dass sich der Markt für Windkraftanlagen positiv entwickelt. Außerdem sind in Deutschland mit dem EEG optimale Bedingungen geschaffen”, sagt GE-Sprecherin Ulrike Gaissert.

Das Offshore-Technologiezentrum gerade in Hamburg anzusiedeln, ist kein Zufall. Laut GE wurde die Entscheidung auch aufgrund der Pläne der Stadt Hamburg getroffen, ein Offshore-Industriecluster zu etablieren. “Weiter hat sich die Stadt mit ihrem starken Engagement rund um die ,European Green Capital 2011′ für grüne Technologien verdient gemacht”, erläutert Gaissert. Aus diesem Grund will GE dort eine große Forschungs- und Entwicklungsabteilung mit rund 60 Mitarbeitern zur Unterstützung der Pläne im Offshore-Wind-Bereich ansiedeln.

 

Hochqualifizierte Mitarbeiter für Entwicklung

Die GE-Sprecherin verweist vor allem auf die Möglichkeit eines Zugriffs auf hochqualifizierte Mitarbeiter in Deutschland. Diese seien bei der Entwicklung aerodynamischer, getriebeloser und nicht zuletzt wartungsarmer Anlagen unverzichtbar. GE setzt dabei vor allem auf Offshore-Windkraftanlagen mit einer Leistung von vier Megawatt. Als größte Windenergieanlage in der GE-Flotte wird sie moderne Antriebs- und Steuertechnik in sich vereinen, die das Unternehmen durch den Kauf von ScanWind erwerben konnte.

Das Setzen auf Offshore-Anlagen eröffnet GE einen Wachstumsmarkt. Die European Wind Energy Association www.ewea.org geht davon aus, dass allein die europäische Windbranche im Offshore-Bereich bis Jahresende um mehr als 70 Prozent anwachsen wird. Werden alle gegenwärtig in Planung und Entwicklung befindlichen Projekte umgesetzt, dann könnten sie Schätzungen nach bald bereits zehn Prozent der gesamten EU-Stromproduktion ausmachen. Die jährliche Einsparung von CO2 würde sich dann auf 200 Mio. Tonnen belaufen. (Quelle: pte)

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