Fragen kostet nichts

 

Im Lichtmarkt vollzieht sich ein umfassender Technologiewandel. Halbleiterbasierte Technologien, wie LED und OLED, eröffnen für die Kunden neue Möglichkeiten in Bereichen wie Effizienz und Lichtqualität. „An mehr als 50.000 Beratungstagen im Einzelhandel und auf einer Roadshow für rund 7.000 Lichtplaner, Architekten und Elektroinstallateure ist Osram seit der vergangenen Light+Building in den Dialog mit seinen Kunden getreten.“, berichtet der deutsche Hersteller. Mit dem Auftritt auf der Light+Building 2012 will das Unternehmen zeigen, welche Antworten nun aus den daraus gewonnenen Erkenntnissen sich herauskristallisiert haben.

 

Die wirtschaftliche Antwort: Parathom Classic A75

Mit einer Stromersparnis von knapp 400 Euro pro Lampe über die gesamte Lebensdauer soll die LED- Lampe Parathom Classic A75 aufwarten können. Das Leuchtmittel ist der erste LED-Ersatz für die 75W- Glühlampe auf dem europäischen Markt und passt in die handelsübliche E27-Fassung. LED-Retrofits wie die Parathom Classic A75 – also neue Lichtquellen für alte Sockel – sind für viele Kunden von Osram der einfache Einstieg in die LED-Technologie. Einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey zufolge, soll sich die Zahl der verkauften Retrofits in den kommenden fünf Jahren verdreifachen und zu Beginn des kommenden Jahrzehnts die der Energiesparlampen überholen.

 

Die flexible Antwort: Prevaled

Die Schnelllebigkeit des LED-Zeitalters stellt Leuchtenhersteller vor neue Herausforderungen: Die großen Leistungssprünge bei den Leuchtdioden und die damit verbundenen technischen Änderungen erfordern derzeit mit bald jeder neuen LED-Generation auch ein von Grund auf neues Leuchtendesign. Osram will eine Antwort auf diese Situation bieten: standardisierte LED-Module. LED-Module sind Einheiten mehrerer zusammen geschalteter LED. Damit diese universell einsetzbar sind, haben sich derzeit 170 Unternehmen der Lichtbranche im so genannten „Zhaga-Konsortium“ zusammengeschlossen. Das Konsortium definiert bestimmte Schnittstellen-Spezifikationen für LED-Module und die dazugehörige Elektronik (das Vorschaltgerät) – gemeinsam bilden sie die so genannte „LED-Light-Engine“. Es werden dabei mechanische, thermische, photometrische und elektrische Schnittstellen betrachtet. Mit diesen Definitionen werden die Zhaga-zertifizierten Light-Engines das Pendant zu standardisierten Leuchtmitteln wie Glüh- oder Leuchtstofflampe in der traditionellen Lichtwelt. Definierte Eckdaten sorgen für Planungssicherheit bei Leuchtenherstellern. Sie wollen den Herstellern Flexibilität ermöglichen, da sie sich auf ihr „Kerngeschäft“ – das Entwickeln von Leuchten – konzentrieren können. Auf der Light+Building 2012 wird Osram seine erste Zhaga-zertifizierte Light-Engine präsentieren: Das runde LED-Modul Prevaled Core Z2 für Spot- und Downlights soll mit bis zu 108 lm/W etwa zehnmal so effizient sein wie eine Glühlampe. Zudem werden die stabförmigen LED-Module Prevaled Linear und Prevaled Linear Slim für Büro-Leuchten sowie Anwendungen in Industriegebäuden vorgestellt. Ihre LED- Lichtpunkte liegen eng beieinander, sodass –laut Hersteller– die Module besonders gleichmäßiges Licht abstrahlen und als besonders gleichmäßige Lichtquelle wahrgenommen werden.

 

Die sichere Antwort: Siteco Streetlight10

Die Vorteile von LED-Modulen im Vergleich zu fest verbauten Einzel-LED soll auch die Straßenleuchtenserie Streetlight10 LED von Siteco demonstrieren. Durch die Trennung von Leuchte und Modul können Module für verschiedene Einsatzzwecke – vom Zebrastreifen bis zur Flächenbeleuchtung – in derselben Leuchte integriert werden. Das würde die Herstellungs- und Entwicklungskosten und das sich damit positiv auf die Marktfähigkeit des Produktes auswirken. Zudem soll man die Leuchten durch ihre modulare Bauweise bei veränderten Anforderungen einfach auf andere und leistungsfähigere LED-Module umrüsten können. Die Streetlight10 wäre damit für Gemeinden und Betreiber von Außenanlagen geeignet.

 

Die professionelle Antwort: Encelium Licht-Management-Systeme

Wie man in Büros, Industriegebäuden und Zweckbauten wie Krankenhäusern oder öffentlichen Gebäuden bis zu 75% Energie sparen kann, will das Licht-Management-System Encelium von Osram, das auf der Light+Building in Europa eingeführt wird, zeigen. Möglich soll dies durch die Kombination von sechs Strategien zur Stromeinsparung werden. Gebäudebetreiber können das System über eine Software mit 3D-Darstellung weltweit über das Internet steuern und überwachen. Der Büroangestellte könnte zudem von seinem Arbeitsplatz aus das Lichtniveau am eigenen Schreibtisch regeln. In Verbindung mit der neuesten Generation der elektronischen Vorschaltgeräte (nach DALI-Standard) kann das Encelium-System den Energieverbrauch der Beleuchtung in Echtzeit erfassen und darstellen. „Die Software ermittelt Optimierungspotentiale und ermöglicht punktgenauen Eingriff.“, verspricht das Unternehmen und erklärt: “So können kostengünstigere flexible Stromtarifmodelle genutzt werden. Zudem kann Encelium über eine entsprechende Schnittstelle ins Gebäudemanagementsystem einbezogen werden.“

 

Der Messestand von Osram während der Light+Building befindet sich in Halle 2.0.

 

www.osram.de

 

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