Fortbildung und Unterstützung

Eigentlich spielt die Politik dem Elektrohandwerk ja in die Hände: Die regelmäßigen Verschärfungen zwingen Bauherren und Renovierer dazu, den Primärenergiebedarf eines Gebäudes immer weiter zu reduzieren. Mit Dichten und Dämmen kommt man da meist nicht mehr hin – hier sind Lösungen der modernen Gebäudetechnik gefragt. Doch was ist mit jenen Elektromeistern, die in diesem Gebiet noch nicht sattelfest sind?

… und dafür 2014 gemeinsam den ersten Gira System-Integratoren Award in der Kategorie »Gewerbebau« gewonnen. Ein Beispiel für die gute Zusammenarbeit zwischen einem Elektromeister und einem System-Integrator. (Foto: Ulrich Beuttenmüller)Das Wichtigste vorweg: KNX-Technologie ist kein Hexenwerk. Sie lässt sich ein gutes Stück weit lernen – Gira stellt dazu ein umfangreiches Lehr- und Lernprogramm bereit. Für anspruchsvolle Anforderungen stehen zudem Spezialisten bereit, die Gira System-Integratoren. Mit ihnen können Elektromeister offen und vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Als Grundlage einer intelligenten Gebäudesteuerung hat Gira zahlreiche Produkte entwickelt, die sich zu Systemen verbinden und dabei ganz individuell auf die Bedürfnisse der Nutzer abstimmen lassen. Als Alternative zu einem leitungsgebundenen System gibt es zudem Gira eNet, das neue bidirektionale Funksystem.

Für beide – KNX und eNet – werden in der Gira Akademie zahlreiche Schulungsangebote angeboten. Unter www.akademie.gira.de kann der interessierte Elektromeister unter drei verschiedenen Lehr- und Lernformen wählen. Am beliebtesten sind inzwischen die Web Based Trainings, also webbasierte Schulungsprogramme zu verschiedenen Themen. Ralf Nolden, Gira Schulungsleiter, erläutert die Vorteile dieser Lehr- und Lernmethode: „Die Online-Angebote können vom Elektroinstallateur und seinen Mitarbeitern ausgesprochen flexibel genutzt werden, weil er sie genau dann aufrufen kann, wenn er Informationen und Wissen benötigt, also wenn ein entsprechender Auftrag ansteht – das ist Lernen just in time. Außerdem entfallen die Kosten für die An- und Abreise und eventuelle Übernachtungen. Vor allem aber wird Arbeitszeit gespart – und auch die kostet ja.“

Für KNX und eNet werden in der Gira Akademie zahlreiche Schulungsangebote angeboten. Unter www.akademie.gira.de kann der interessierte Elektromeister unter drei verschiedenen Lehr- und Lernformen wählen. (Foto: Gira)Selbstverständlich veranstaltet Gira nach wie vor auch Präsenzseminare, weil es bei einigen Themen einfach erforderlich ist, den persönlichen Kontakt zu einem Schulungsleiter zu pflegen. Die Präsenzseminare finden entweder in den Regionen oder zentral in Radevormwald statt. Einen Mix aus Präsenzseminaren und Web Based Trainings stellt das virtuelle Klassenzimmer dar, in dem auch der Gira Außendienst oder die Gira System-Integratoren geschult werden, die dieses Angebot sehr intensiv nutzen. Die Trainingseinheiten erfolgen online mit einem Live-Trainer an Bord – die Teilnehmer sitzen im Betrieb oder daheim mit Headset am PC.

Mit diesen Weiterbildungsangeboten kann sich der Elektromeister den Zugang zur Welt des intelligenten Gebäudes – und damit zu einem lukrativen Zukunftsmarkt – erschließen. Doch natürlich gibt es hier Grenzen, vor allem, wenn Kenntnisse aus dem IP-Bereich erforderlich sind. Wer nicht selbst über dieses Wissen verfügt und trotzdem lukrative Aufträge realisieren will, kann sich Unterstützung holen. Mit dem Ziel einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Elektro-Fachbetrieben und den Spezialisten für Gewerke übergreifende Gebäudesystemtechnik hat Gira ein spezielles Konzept entwickelt, das sich am Markt bewährt hat. Dabei stellen die Gira System-Integratoren den ausführenden Elektrofachbetrieben ihr Fachwissen zur Verfügung: Bei Bedarf beraten sie den Elektromeister und sorgen für eine fachgerechte Projektierung von Anlagen sowie deren Programmierung und Inbetriebnahme. Im Auftrag des Elektrofachbetriebs führen sie Arbeiten nach einem vereinbarten Stundensatz aus, für die Bei anspruchsvollen Projekten gibt es natürlich Grenzen, vor allem, wenn Kenntnisse aus dem IP-Bereich erforderlich sind. Wer nicht selbst über dieses Wissen verfügt und trotzdem lukrative Aufträge realisieren will, kann sich Unterstützung bei den Gira System-Integratoren holen. (Foto: M&H Photostudio)sie eine entsprechende Gewährleistung übernehmen. Die System-Integratoren erbringen also eine Dienstleistung für das Elektrohandwerk, wenn diese gewünscht wird.

Dieses partnerschaftliche Zusammenspiel funktioniert seit 10 Jahren ausgezeichnet – und besitzt nach Einschätzung von Torben Bayer, Leiter Gira Markenentwicklung und Marketing, immer noch ein großes Zukunftspotenzial: weil der Markt für intelligente Gebäudetechnik erst ansatzweise ausgeschöpft ist. „Es gibt noch viel zu viele konventionell ausgestattete Gebäude. Aus Sicht der modernen Elektroinstallationstechnik sind sie ‚dumm’. Eigentlich warten sie nur darauf, intelligent ausgestattet zu werden. Hier liegt ein Zukunfts-Markt, den wir gemeinsam mit den System-Integratoren für das Elektrohandwerk erschließen wollen.“

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