Fokus auf Mittelstand

Die Wachstumsziele sind ambitioniert. Bis zu 30 Mrd. Dollar wollen die Amerikaner für die weltweiten Geschäftserweitungen in den kommenden drei Jahren ausgeben. Laut Fachleuten stehen die Chancen gut, dass ein Teil davon in den Standort Deutschland investiert wird. Die Bundesrepublik gilt als traditioneller Markt für General Electric. Die Eroberung des Marktes gestaltet sich nicht zuletzt aufgrund der omnipotenten Stellung von Siemens jedoch schwierig.

Trotz der Markmacht deutscher Rivalen will das General-Electric-Management den Kurs der vergangenen Jahre beibehalten. Zuletzt hatten die Amerikaner das deutsche Factoringgeschäft der Royal Bank of Scotland übernommen. Die Investition sollte das industrielle Kerngeschäft verstärken. Das Portfolio von General Electric ist groß. Von Windrädern über Loks bis hin zu Gasturbinen, Flugzeugtriebwerken und Medizintechnik stellt der Großkonzern fast alles her.

Gradmesser für Weltkonjunktur

Anvisieren will General Electric vor allem den deutschen Mittelstand. Dort gibt es laut Knoth »attraktive Ziele«. Eines machte der Deutschland-Chef jedoch klar: Feindliche Übernahmen seien nicht vorgesehen. „General Electric ist eines der am breitest aufgestellten US-Unternehmen und daher ein wichtiger Gradmesser für die Weltkonjunktur”, so Erste-Bank-Analyst Ronald-Peter Stöferle gegenüber pressetext. Die Krise scheine der Konzern somit abgehakt zu haben.

Obwohl sich der Konzern vom Sparkurs der vergangenen Jahre allmählich verabschiedet und im zweiten Quartal seit Ausbruch der Krise erstmals wieder mehr verdient hat, liegt eine harte Zeit hinter den Amerikanern. Besonders die bereits jedoch enorm beschnittene Finanzsparte erwirtschaftete aufgrund der großen Kreditausfälle in den USA hohe Verluste. Der Ausblick stimmt zuversichtlich. Im kommenden Jahr sollen die Gewinne und Dividenden zulegen.

http://general-electric.com

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