Exportmotor treibt die Elektroindustrie in Niederösterreich an

Einen dringenden Nachholbedarf sieht Ederer im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst jedoch im Bildungssektor: „Vier Fünftel unserer Produktion gehen in den Export, hier müssen wir international wettbewerbsfähig bleiben, was uns nur mit hochqualifizierten Mitarbeitern gelingt. Schon in den Grundstufen muss begonnen werden, die jungen Menschen für Naturwissenschaften zu begeistern, sonst haben wir in absehbarer Zukunft einen Facharbeitermangel mit der Gefahr, dass zuerst die Produktion abwandert und dann Forschung und Entwicklung.“
Ein großes Anliegen ist es Ederer auch, den Frauenanteil in der Elektrotechnik zu heben. Denn gerade die heimische Elektronikindustrie sei auf findige und innovative Köpfe angewiesen, und diese gäbe es unter Mädchen und Frauen mehr als genug. Hier sollte eine Bildungsoffensive ansetzen, die Mädchen mit entsprechenden Talenten und Neigungen fördert.

Die Elektro- und Elektronikindustrie Österreichs hat 2014 mit 60.135 Beschäftigten in rund 300 Betrieben den Produktionswert um 2,6 Prozent auf 12,7 Milliarden Euro gesteigert. Der Umsatz stieg sogar um 5,9 Prozent auf 16,5 Milliarden Euro.
In Niederösterreich besteht die Elektro- und Elektronikindustrie aus 64 Betrieben, die mit 5.869 Beschäftigten 1,6 Milliarden Euro umsetzen. Zu den Flaggschiffen der Branche zählen die Whirlpool Austria GmbH mit Haushaltsgeräten in Wiener Neudorf, die Liebherr-Transportation Systems GmbH & Co KG in Korneuburg, die Eaton Industries Austria GmbH mit FI-Schaltern in Schrems und die Zizala Lichtsysteme GmbH in Wieselburg.
(Quelle: wirtschaftspressedienst.com)

 

ähnliche Beiträge