Exklusiv-Interview mit dem alten und neuen Vertriebsmanager bei Eaton

Die i-Magazin-Redaktion hat diesen Wechsel bei Eaton dazu genutzt, um mit Günter Suhrada und Thomas Frank ein Gespräch über den Wechsel zu führen und um Herrn Thomas Frank die Gelegenheit zu geben, sich unseren Lesern vorzustellen:

Günter Suhrada wechselt von seiner bisherigen Position als Country Sales Manager zum Regional Channel Manager für die DACH-Region und Russland.Herr Suhrada, Sie sind nun schon seit einiger Zeit bei Eaton, welche Veränderungen stehen nun an?
Günther Suhrada: Am 5. September sind es genau neun Jahre, die ich im Unternehmen bin. Ich begann bei Moeller im Bereich der Gebäudeautomation. In diesen neun Jahren gab es einige Veränderungen, wie zum Beispiel die Umstellung auf ein großes, überregionales Zentrallager und die Integration in den Eaton-Konzern. Die Veränderungen wurden nicht immer positiv aufgenommen, aber es hat sich deutlich gezeigt, dass die Vorteile überwiegen. Es war auf jeden Fall eine bewegte und herausfordernde Zeit. Neben meiner Tätigkeit als Vertriebschef in Österreich hatte ich auch internationale Funktionen inne, wie etwa die Zuständigkeit für den Vertrieb der Division Energieverteilung, und konnte so auch Erfahrungen außer Landes machen und meinen Horizont enorm erweitern. Die Möglichkeit etwas Neues zu tun, hat sich nun im Bereich des sogenannten Channel-Managements, also jener Organisationseinheit, die sich schwerpunktmäßig um den Elektrogroßhandel kümmert, ergeben. Seit Mitte November habe ich diese Aufgabe übernommen und kümmere mich seither um die Beziehungen zwischen Eaton und dem Elektrogroßhandel in der DACH-Region und Russland. Meine Aufgabe ist es, die Landesgesellschaften tatkräftig zu unterstützen. Wir haben das klare Ziel, mehr Geschäft über den Großhandel zu machen.

Das heißt, sie übergeben ihr altes Team?
Suhrada: Ich übergebe ca. 70 Mitarbeiter, natürlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge, an Thomas Frank, der das Ruder weiterführen wird. Zum einen freue ich mich auf die neue Aufgabe, aber die Arbeit und die Beziehungen, die in den Jahren aufgebaut wurden, werde ich natürlich vermissen. Umso mehr freut es mich, dass ich durch mein Verbleiben in Wien nicht ganz den Kontakt zu meinem alten Team verliere. Natürlich stehe ich auch noch, wenn nötig, beratend zur Verfügung. Ich halte es aber für wichtig, dass Thomas Frank in seiner neuen (und meiner alten Position) seinen eigenen Stempel aufdrückt und frischen Wind einbringen wird.

Neben der Hauptaufgabe Vertrieb, wird sich Dr. Thomas Frank in dieser Funktion auch darum kümmern, welche Synergien man bei Eaton weiter herstellen kann.Herr Frank, wenn Sie sich bitte unseren Lesern vorstellen würden?
Dr. Thomas Frank: Ich habe die HTL in Hollabrunn besucht und mit dem Ingenieur für Elektrotechnik abgeschlossen und danach auf der Wirtschaftsuniversität studiert. Somit bin ich sozusagen ein »wirtschaftlicher Techniker«. Anschließend habe ich in der Elektrobranche viele Jahre Erfahrung sammeln können. Einen großen Teil dieses Berufslebens habe ich mich im Bereich der elektrischen Messtechnik bewegt und einige Stationen durchlaufen und auch dort schon einige Übernahmen und Fusionen, im Guten sowie im Schlechten, mitgemacht. Vor gut 25 Jahren habe ich den Schritt in die Welt der Elektronik und Elektrotechnik gemacht. Damals habe ich bei Walter Rekirsch den Verkauf erlernt. Den internationalen Markt habe ich vor allem durch den Ausbau von Vertriebsnetzwerken in Osteuropa kennen gelernt. Auch mit amerikanischen Unternehmen hatte ich in der Vergangenheit mehrmals zu tun. Im Laufe meiner vielen Tätigkeiten hat sich für mich auch immer wieder die Möglichkeit geboten, Kontakte zum Elektrogroßhandel zu knüpfen. Zuletzt war ich bei Honeywell Life Safety Country Manager für Österreich ein Jahr bei Siemens und anschließend zweieinhalb Jahre in der Möbelbranche, in der der Großhandel ebenso eine große Rolle spielt. Vor vier Monaten ereilte mich dann schlussendlich der Ruf von Eaton, dem ich vor ein paar Tagen dann auch gefolgt bin. So kehre ich nun in die Elektrotechnik-Branche zurück, die mich aufgrund meiner Laufbahn einfach schon immer fasziniert hat.

Wie sieht Ihre zukünftige Aufgabe bei Eaton aus?
Frank: Ich übernehme den Posten des Country Sales Manager von Günther Suhrada. Neben der Hauptaufgabe Vertrieb, werde ich mich in dieser Funktion auch darum kümmern, welche Synergien man bei Eaton weiter herstellen kann. Als amerikanisches Unternehmen sind wir natürlich dem Wachstum, speziell in Österreich, verpflichtet. Das zählt natürlich ebenso zu unseren obersten Zielen.

Dr. Frank wird Anfang September eine Österreich-Runde starten, um die Partner zu besuchen.Sind auch weitere Märkte geplant? Wird sich der europäische Großhandel aus der Sicht von Konzernen ändern?
Suhrada: Man wird den Weg, dass man vor Ort ein starkes Vertriebsteam haben möchte, fortsetzen. Eine Strategie-Veränderung sehe ich nicht zwangsläufig. Selbst internationale Großhändler haben in den jeweiligen Ländern immer noch unterschiedliche Positionierungen. Das Geschäft wird in den Ländern gemacht und das erfordert eine starke lokal angepasste Organisation, die die besonderen Begebenheiten und historisch gewachsenen Strukturen berücksichtigt. Trotzdem sind auch hier Möglichkeiten für Synergien zwischen den Ländern zu finden. So ist es beispielsweise wenig sinnvoll, für jedes Land eigene Produktmanager für ein einziges Produkt zu stellen. Nun haben wir auch ein größeres Produktmanagement-Team, das die deutschsprachige Region marktseitig unterstützt. Das hat auch dazu geführt, dass sich die Aufgabenbereiche der einzelnen Mitarbeiter mehr fokussieren, diese dafür aber regional großflächiger agieren können. So werden die Informationen aus mehreren Märkten gebündelt, was auch anderen Divisionen innerhalb des Unternehmens zugute kommt.
Es gibt aber, wie gesagt, nach wie vor einen sehr starken lokalen Fokus. Dass wir vor kurzem auch einen Country Sales Manger für Deutschland engagiert haben, beweist das.

Wann beginnt die Österreich-Runde zu den Partnern?
Frank: Anfang September werde ich eine Österreich-Runde starten, um die Partner zu besuchen.

Herr Suhrada, Herr Frank, wir danken für das Gespräch!

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