Erneuerbare Energieträger und Fernwärme weiter im Aufwind

Mit einem Anteil von 4,7 % am Gesamtenergieverbrauch der Haushalte lagen erneuerbare Energien 2015/2016 klar vor der Kohle (0,3 %). 2003/2004 war das noch umgekehrt (Anteil erneuerbarer Energieträger 1,6 %, Kohle 1,9 %). Auf der Ebene der Einzelenergieträger lag der elektrische Strom mit einem Anteil am Gesamtenergieeinsatz der Haushalte von 24,7 % oder 60.374 TJ 2015/2016 weiterhin an erster Stelle. Der Brennholzanteil fiel von 20,7 % bzw. 51.211 TJ auf 19,7 %. Mit 48.309 TJ war Brennholz jedoch nach wie vor der beliebteste biogene Energieträger und behauptete den zweiten Rang vor Naturgas (42.326 TJ).

Sinkende Preise ließen Heizölverbrauch steigen
Im Gegensatz zu den Vorjahren stieg der Öleinsatz 2015/2016 geringfügig (+1 % bzw. 404 TJ) an. Ausschlaggebend war der Heizölpreis, der von 89,1 Cent im Jahr 2014 auf 74,3 Cent im Jahr 2015 sank (-16,6 %). Der Einsatz von Heizöl extra leicht stieg 2015/2016 um 746 TJ bzw. 2 % auf 38.611 TJ. Diese Entwicklung verlief jedoch regional stark unterschiedlich. Während der Heizöleinsatz im Burgenland (+377 TJ), in Kärnten (+101 TJ), Oberösterreich (+897 TJ), der Steiermark (+213 TJ) und Wien (+557TJ) deutlich anstieg, war er in den übrigen Bundesländern trotz niedriger Preise rückläufig: Niederösterreich (-203 TJ), Salzburg (-290 TJ), Tirol (-819 TJ) und Vorarlberg (-87 TJ).

Warme Winter senken Heizenergieeinsätze
Bei ausschließlicher Betrachtung des Energieträgereinsatzes für Raumwärme ist ein kontinuierlicher Rückgang von 0,486 GJ/m2 im Jahr 2005/2006 auf 0,419 GJ/m2 2015/2016 zu erkennen. Werden diese rückläufigen Energieträgereinsätze jedoch klimabereinigt, d.h. auf ein konstantes Klima umgerechnet, zeigt sich, dass diese Entwicklung im Wesentlichen mit den zunehmend wärmeren Wintern der letzten Dekade zusammenhängt (siehe Tabelle).

Methodische Informationen, Definitionen: Die Klimabereinigung erfolgt, indem die Heizenergieeinsätze durch die gemäß ÖNORM B 8135 berechneten Heizgradsummen der jeweiligen Erhebungsperiode (1. Juli bis 30. Juni des Folgejahres) dividiert und mit dem langjährigen Durchschnitt ebendieser Heizgradsummen (=3.342) multipliziert werden.