Energiefest: Schulterschluss mit der E-Control?

Alleine an den Gästen, die sich anlässlich des abendlichen Gala-Dinners am Tisch der Gastgeber aber auch an jenem der Innungsmeister der Elektro-, Gebäude-, Alarm- und Kommunikationstechnik versammelten, ließ sich der Stellenwert des easyTherm-Energiefestes erkennen. Bundesinnungsmeister Ing. Joe Witke, kam nicht nur in Gesellschaft seiner Gattin Gerti – zu den beiden gesellten sich auch die Landesinnungsmeister von Tirol, der Steiermark und dem Burgenland – Gerald Prinz samt Gattin Gitti, Ernst Konrad und Ing. Stefan Pavisitz – sowie der Präsident der Photovoltaik Austria Dr. Hans Kronberger. Die beiden Geschäftsführer von easyTherm – DI Günther Hraby und Reinhard Burger –moderierten einmal mehr souverän die Abendveranstaltung des Energiefestes.Der Innungstisch bog sich vor Prominenz: Bundesinnungsmeister Ing. Joe Witke samt Gattin Gerti, LIM-Tirol Gerald Prinz samt Gattin, LIM-Steiermark Ernst Konrad und LIM-Burgenland Ing. Stefan Pavisitz sowie der Präsident der Photovoltaik Austria Dr. Hans Kronberger.Aber auch sonst waren die Partner-Elektroinstallationsbetriebe von easyTherm stark vertreten – selbst aus Vorarlberg nahmen Unternehmer die lange Anreise ins Burgenland gerne in Kauf, um dem Team von easyTherm rund um die vier Geschäftsführer und Miteigentümer DI Günther Hraby, Reinhard und Gerfried Burger sowie Thomas Buliczek ihre Anerkennung zu zollen. Kein Wunder, dass die vier sich über derart viele Gäste freuen durften – immerhin führt der burgenländische Hersteller von Infrarotheizungen im Rahmen des Events den Anwesenden Jahr für Jahr ins Bewusstsein, welche Relevanz die elektrische Energie für unser Dasein hat und wie wichtig es für jeden Einzelnen in Zukunft sein wird, einen gewissen Grad an Unabhängigkeit von den großen Versorgern anzustreben: „Eine PV-Anlage am Dach, ein Speicher, um den Bedarf rund um die Uhr zu decken und die Infrarotheizung, die man mit dem eben gewonnenen Strom am besten gleich selbst speist”, diese Kombination wünschen sich Hraby, Burger und Buliczek in Zukunft für alle heimischen Wohn- und Bürogebäude. „Wir erkennen in dem Ergebnis der heurigen Ausgabe des Energiefestes ein positives politisches Manifest – noch nie wurde von entscheidenden Stellen derart klar zum Ausdruck gebracht, wie intensiv die Elektrotechnik Eingang in moderne Gebäude finden sollte – und zwar sowohl was die Gewinnung als auch was die Nutzung der Energie betrifft”, so das Fazit von DI Günther Hraby im Rückblick der Veranstaltung.

Das Festzelt war brechend voll – die Gäste des Gala-Diners kamen nicht nur aus ganz Österreich sondern auch aus vielen Teilen der Welt nach Unterwart.Ähnlich denkt auch die Innung der Elektrotechnik, die mit Ing. Mag. Gottfried Rotter ihren e-Marken-Chef ins Rennen schickte. Rotter führte während seines Impulsreferates dem Publikum vor Augen, dass das energieautonome Haus keine Zukunftsmusik mehr ist – im Gegenteil, die Elektroinstallationsbetriebe sind bereits heute in der Lage, sogenannte Plus-Energie-Häuser zu installieren: „Die Energiewende findet jetzt statt und die Elektrotechniker sind ein wesentlicher Teil dessen.” Für den Haus-Eigentümer bedeutet das, dass 100% der benötigten Energie aus PV erzeugt wird und diese zu jedem Zeitpunkt verfügbar ist.

Günther Hraby und Reinhard Burger freuten sich auch über das Kommen der politischen Prominenz – unter ihnen Bosnien-Herzegowinas Premijer Prim. Dr. Emir Frasto, die burgenländische Landesrätin für Tourismus, Bildung, Kinderbetreuung und Verkehrsrecht Mag. Michaela Resetar und der burgenländische Landtagspräsident Gerhard Steier.Auch die politische Prominenz – unter ihnen Bosnien-Herzegowina Kanton Goraždes Premier Prim. Dr. Emir Frašto, die burgenländische Landesrätin für Tourismus, Bildung, Kinderbetreuung und Verkehrsrecht Mag. Michaela Resetar und der burgenländische Landtagspräsident Gerhard Steier kamen nach Unterwart. Steier, der am gleichen Tag der Veranstaltung Geburtstag feierte, wurde von easyTherm mit einer Torte überrascht. Überraschend wenig politisch war dann auch seine Rede – gemeinsam mit den Anwesenden freute er sich unter anderem über die Tatsache, dass das Burgenland mit Erneuerbaren Energiegewinnungsformen mehr Strom erzeugt als es selber verbraucht.

Gerade in Zeiten, in denen wir die Abhängigkeit von Russland am eigenen Leibe spüren – in den letzten Wochen kamen in Österreich 25% weniger Gas aus Russland an – wird die Erneuerbare Energie immer wichtiger. Der Vorstand der Energie-Control Austria DI (FH) Mag. (FH) Martin Graf, MBA dazu: „75% der elektrischen Energie, die Österreich produziert sind aus Wasser- und Windkraft, Biomasse und Photovoltaik. Der Vorstand der Energie-Control Austria DI (FH) Mag. (FH) Martin Graf, MBA ließ aufhorchen: „Hier rechnet jemand falsch.“Unsere Energienetze müssen sich künftig durch noch mehr Flexibilität auszeichnen – dazu brauchen wir sogenannte Energie-Puffer etwa in Form von Wärme. Die innovativen easyTherm-Infrarotheizsysteme werden die Energiewende auf diesem Bereich mit vorantreiben – deswegen sehe ich easyTherm auch als zukünftigen Partner der österreichischen Energieunternehmen. Klar sein muss uns aber auch: Wer Ja zum Ökostrom sagt, muss auch Ja zum Ausbau der Netze sagen. Bis zum Jahr 2020 werden wir 8,7 Milliarden Euro in die österreichischen Netze investieren – 65.000 Arbeitsplätze werden dadurch geschaffen und die Wertschöpfung wird zu zwei Drittel in Österreich bleiben – um den Strom, der zum Beispiel hier im Burgenland durch Windkraftwerke gewonnen wird, nach Wien oder in andere Gebiete unseres Landes transportieren zu können.” Hraby konfrontierte Graf abschließend seines Vortrages mit der Richtlinie 6 des OIB (Österreichisches Institut für Bautechnik), in der unter anderem die Rechenwerte für die CO2-Belastung von Heizsystemen festgelegt sind. Der Faktor für den elektrischen Strom ist nach Meinung vieler mit 417 g/kWh extrem hoch angesetzt, was einen deutlichen Nachteil gegenüber anderen Heizformen zur Folge hat. „Hier rechnet jemand falsch; es sind eher 125 g/kWh”, brachte Graf die Antwort auf die Frage von Hraby auf den Punkt und sorgte damit für großes Aufsehen. Mindestens ebenso aufsehenerregend war die Keynote von Prof. Dr. Wolf Dieter Grossmann. Prof. Dr. Wolf Dieter Grossmann sorgte mit seiner Keynote für den Höhepunkt des Abends – er ist davon überzeugt, dass wir bis zum Jahr 2030 eine globale und konkurrenzfähige 90%ige Energievollversorgung durch PV schaffen werden.Der Professor der University of Hawaii und Gastprofessor für qualitative Systemwirtschaft an der Universität Graz kam nach seinem letztjährigen Auftritt heuer abermals nach Unterwart und ließ in vielen seiner Statements das Publikum aufhorchen. Prof. Dr. Grossmann punktete aber auch durch seine sympathische Art ein derart wissenschaftliches Thema für die breite Masse aufzubereiten und vorzutragen – er begann seinen Vortrag auch gleich mit einem Paukenschlag: „Wir sind weltweit dabei, eine echte, ökonomisch günstige Energiewende – also ohne Förderungen – hinzubekommen.” Die weltweit installierte Photovoltaikkapazität ist bisher um den Faktor 500.000 gewachsen. Wenn sie nur noch um ein Tausendstel – also um einen weiteren Faktor 500 – wächst, dann haben wir laut Prof. Dr. Grossmann eine 90%ige globale Energie-Vollversorgung durch PV. Zeitlich gesehen könnten wir im Jahr 2030 soweit sein. Das Problem ist allerdings, dass die Stromerzeugung aus PV-Anlagen sehr unstetig ist: „Störfaktoren sind Wolken und die Tatsache, dass wir in der Nacht und im Winter weniger Ertrag haben. Aber dafür haben wir die Windenergie zur Verfügung, die dann zum Einsatz kommen kann, wenn die Stromgewinnung aus PV sinkt.” Trotzdem würden wir mit der Photovoltaik alleine auch auskommen, ist sich Prof. Dr. Grossmann sicher. Dazu sind geeignete Stromspeicher notwendig und Energieversorgungs-Netze, die die Süd- und die Nordhalbkugel der Erde miteinander verbindet. „Wenn dann jeder seinen Überschussstrom an den anderen verkauft, dann könnten wir im Jahr 2030 eine globale und konkurrenzfähige – um ca. 2 Cent/kWh – 90%ige Energievollversorgung (alle Formen, nicht nur Strom) erreichen”, steckte Prof. Dr. Grossmann das Publikum abschließend mit seinem Optimismus an. Optimismus, der für viele, die das Energiefest besucht hatten, nachhaltig ist – denn derart viele positive Perspektiven für die künftige Entwicklung der Elektrobranche hat man schon lange nicht mehr erlebt – dem easyTherm-Team sei Dank!

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