Die Zahlen zeigen die monatlichen Unterhaltskosten in der Kleinwagen- und Kompaktklasse. (Grafik: LeasePlan)

LeasePlan Car Cost Index 2020:

Elektroautos rücken Verbrennern preislich immer näher

Wien – 130 Euro – um so viel sind die durchschnittlichen Kosten für ein Elektroauto in Österreich im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Das hat ein auf Fuhrparkmanagement und Car-as-a-Service spezialisiertes Unternehmen festgestellt. Der jährliche »Car Cost Index«: von LeasePlan erhebt die monatlichen Mobilitätskosten für Fahrzeuge aller Klassen in 18 europäischen Ländern. Für 2020 zeigt der Car Cost Index, dass mittelgroße Elektrofahrzeuge in den meisten untersuchten Ländern kostenmäßig bereits konkurrenzfähig mit klassischen Verbrennern sind, so auch in Österreich. Hierzulande liegen die durchschnittlichen Kosten für E-Autos – noch ohne Berücksichtigung staatlicher Förderungen – bei 718 Euro und damit, wie eingangs erwähnt, um rund 130 Euro niedriger als noch im Vorjahr.

Der Car Cost Index von LeasePlan zeigt die tatsächlichen monatlichen Unterhaltskosten für Autos in 18 europäischen Ländern, einschließlich Treibstoff, Wertverlust, Steuern, Versicherung und Instandhaltung.

Elektrofahrzeuge teils schon wirtschaftlicher als herkömmliche PKW

Durchschnittlich 718 Euro ohne Einbeziehen von Förderungen kostet hierzulande der Betrieb eines mittelgroßen Elektroautos im Jahr 2020. Im Vorjahr lagen die Kosten noch bei 854 Euro. Österreich rangiert damit laut LeasePlan Car Cost Index im oberen Mittelfeld der günstigsten Länder für Elektromobilität. Für Benziner liegen die durchschnittlichen monatlichen Gesamtbetriebskosten bei 685 Euro, für Dieselfahrzeuge bei 672 Euro. Die Fahrkosten für Elektrofahrzeuge sind also bereits ohne Berücksichtigung staatlicher Subventionen konkurrenzfähig zu klassischen Verbrennern. Bezieht man diese mit ein, so reduzieren sich die monatlichen Kosten auf rund 614 Euro, womit der Betrieb von E-Autos schon heute deutlich wirtschaftlicher ist als jener herkömmlicher PKW. Mit der temporär verfügbaren Investitionsprämie reduzieren sich die Kosten sogar noch weiter.

„Österreich hat ein Bündel an Maßnahmen zur Förderung der E-Mobilität auf die Straße gebracht. Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer umweltfreundlichen Mobilität. Unsere Analysen zeigen: Steuerliche Vorteile und Förderungen bringen einen klaren Anreiz, um auf E-Mobilität umzusteigen. Sie vergünstigen Elektrofahrzeuge deutlich und machen sie teilweise bereits wirtschaftlicher als klassische Verbrenner. Wichtig ist nun, auch die notwendige Ladeinfrastruktur weiter auszubauen, um diese positiven Entwicklungen nicht zu bremsen. Hier ist die österreichische Regierung gefragt, schnell zu handeln und so einen Umstieg auf umweltfreundliche Mobilität für alle möglich zu machen“, sagt Hessel Kaastra, Österreich-Geschäftsführer von LeasePlan.

Europa: Key Findings des Car Cost Index 2020

Der Car Cost Index 2020 zeigt, dass mittelgroße Elektrofahrzeuge in den meisten untersuchten Ländern kostenmäßig inzwischen mit Benzin- und Dieselfahrzeugen konkurrenzfähig sind. Um vergleichbar zu bleiben, sind in der allgemeinen Studie die unterschiedlichen steuerlichen Vorteile je Land nicht berücksichtigt, mit denen der Einsatz von Elektroautos gefördert wird.

Monatliche Gesamtbetriebskosten für die Segmente Kleinwagen (B) und Kompaktklasse (C) gemäß Car Cost Index 2020
Staat Benzin Diesel Elektro
Griechenland 547 € 534 € 594 €
Ungarn 537 € 538 € 642 €
Schweden 643 € 655 € 646 €
Frankreich 598 € 633 € 654 €
Portugal 651 € 672 € 686 €
Irland 640 € 613 € 695 €
Österreich 685 € 672 € 718 €
Niederlande 711 € 806 € 721 €
Spanien 603 € 609 € 730 €
Deutschland 704 € 720 € 730 €
Italien 807 € 763 € 742 €
UK 727 € 731 € 744 €
Norwegen 851 € 913 € 750 €
Belgien 686 € 709 € 797 €
Dänemark 765 € 716 € 797 €
Tschechien 541 € 570 € 793 €
Finnland 767 € 794 € 944 €
Schweiz 960 € 925 € 949 €

Im Mittelklassesegment sind die Kosten von Elektroautos im Vergleich zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor in 14 Ländern voll wettbewerbsfähig; in der Kompaktklasse sind E-Autos im Vergleich zu Verbrennern in 8 Ländern voll wettbewerbsfähig. Das Fahren eines Verbrenners ist in Norwegen am teuersten. Die Differenz zum günstigen Elektroauto ist dort im Vergleich zu allen anderen Ländern am größten. Ungarn ist das günstigste Land für Benziner, Griechenland das günstigste für Diesel.

Die gewichteten, durchschnittlichen Kosten für das Fahren eines Autos über alle Antriebsarten fallen in Europa sehr unterschiedlich aus und reichen von 491 Euro pro Monat in Ungarn bis 926 Euro pro Monat in der Schweiz. Österreich liegt mit 666 Euro im Mittelfeld.

Relation zum BIP

Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt sind die Gesamtbetriebskosten in Italien und Portugal am höchsten und in Dänemark und Schweden am niedrigsten. Österreich liegt auch hier im Mittelfeld.

www.leaseplan.com

Quelle: APA

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