Elektro- und Steuerungstechnik für Hochwasserschutz in Venedig

ABB erhielt den Auftrag für die Automatisierungstechnik im Jahr 2015 und den Auftrag für das elektrische System Anfang 2016. Das Gesamtvolumen beider Projekte beläuft sich auf über 38 Millionen US-Dollar. Die innovative Lösung nutzt das ABB-Konzept des Internets der Dinge, Dienstleistungen und Menschen, um Datensignale von mehr als 50.000 Geräten auszuwerten und den Betrieb des gesamten Hochwasserschutzsystems zu koordinieren. Das Flutschutzwehr besteht aus Hochwasserbarrieren, Schleusen und Wellenbrechern, mit denen die Lagune gegen Hochwasser, Winterstürme und Springfluten abgeschirmt werden soll. MOSE umfasst 78 Hochwasserbarrieren, die an den drei Lagunenöffnungen im Meeresboden verankert werden. Diese mit Wasser gefüllten Stahlkästen haben eine Größe von 18,5 x 20 x 3,6 m bis 29,5 x 20 x 4,5 m und können mit Druckluft in nur 30 Minuten aufgerichtet werden. So entsteht in kurzer Zeit ein Wehr, das Hochwasserständen von bis zu drei Metern über Normal standhalten kann.

Die Automatisierungs-Softwareplattform Symphony Plus von ABB wird bei Hochwasser anhand vordefinierter Parameter das Aufrichten und Absenken der Barrieren steuern. Darüber hinaus liefert ABB eine integrierte elektrische Automatisierungslösung, mit der das Stromnetz ferngesteuert werden kann. So wird eine stabile und zuverlässige Stromversorgung für das gesamte Wehr sichergestellt. Im Rahmen des jetzt erhaltenen Auftrags liefert ABB Mittel- und Niederspannungsschaltanlagen und Verteiltransformatoren, die vom Plattform-Managementsystem gesteuert werden.

„Die nahtlose Integration von Energie und Automation ist ein Schlüsselelement der Next-Level-Strategie von ABB. Ziel ist es, bei unseren Kunden sichere, zuverlässige und effiziente Betriebsabläufe sicherzustellen“, sagte Peter Terwiesch, Leiter der Division Prozessautomation von ABB. „Die beiden Aufträge liefern ein weiteres Beispiel dafür, wie die Vernetzung von Dingen, Dienstleistungen und Menschen nicht nur Mehrwert für den Kunden schafft, sondern auch zu einer besseren Welt beiträgt.“

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