Einspeisemanagement

GECo ist die flexible Kommunikationslösungen mit einem starken Preis-/Leistungsverhältnis: Für die Gewährleistung der Netzstabilität und Spanungsqualität hat das EEG-Gesetz in seiner neuesten Fassung den Netzbetreibern erweiterte Möglichkeiten an die Hand gegeben, die Einspeisung von EEG-Anlagen im Bedarfsfall zu beeinflussen:

          Leistungseinsenkung aller neuen EEG-Anlagen ab 1.1.2012 (üblich: 0%, 30%, 60%, 100%)
          PV-Anlagen > 100 kW ab 01.06.2012
          PV/Biogas 30…100 kW ab 01.01.2014
          Vorgabe cos Phi bzw. Blindleistung
          Übergabe der aktuellen Einspeiseleistung als Mess- oder Zählwert (Anlagen >100KW)

Für diese Aufgaben hat die DigiComm die höchst modulare Lösung GECo (Green Energie Communication) entwickelt, die sich an die Erfordernisse der unterschiedlichen Übertragungswege ­­– wie Analoge Telefonanschlüsse, ISDN, DSL, eigene Leitungen (Kupfer oder LWL), Funk und Mobilfunk – sehr einfach anpassen lässt. GECo besteht aus einer intelligenten lokalen Schnittstelle mit digitalen / analogen IOs, und einem WAN-Baustein, der die unterschiedlichen Übertragungswege bedienen kann. In der Grundausführung stehen zwei digitale Eingänge, die auch zur Impulszählung genutzt werden können, fünf digitale Ausgänge und drei Analogeingänge zur Verfügung. Bei Bedarf können diese um weitere digitale oder analoge Ein-/Ausgänge erweitert werden. Als WAN-Bausteine stehen Lösungen für alle möglichen Übertragungsmedien wie Kupferleitungen, Lichtwellenleiter, öffentliche Mobilfunknetze, private Funknetze und das Internet bereit.

Die Bausteine sind perfekt aufeinander abgestimmt und können ohne großen Installationsaufwand in Betrieb genommen werden. Über die Zentrale können die Bausteine mit den Standardprotokollen Modbus oder IEC-60870-5-101 abgefragt werden oder die IOs können Hardwaremäßig gespiegelt werden. Das IEC-60870-5-104 für die Abfrage per Ethernet, wird in Kürze implementiert. Damit ist eine einfache und sichere Messwertabfrage und -vorgabe mit den gängigsten Industrie-Standardprotokollen möglich.

GECo ist für industrielle Anwendungen entwickelt worden, über die Hutschienenmontage lassen sich die Geräte einfach in bestehende Steuerungen integrieren und der erweiterte Temperaturbereich und die Industriegerechte Spannungsversorgung garantieren eine hohe Betriebssicherheit und lange Lebensdauer.

Gerade im Hinblick auf die Umrüstung von Anlagen >100KW bis zum Ende des Jahres, wo nicht nur Einspeisevorgaben gemacht werden, sondern auch zumindest die Einspeiseleistung erfasst werden soll, bietet GECo eine ideale Möglichkeit diese Aufgabe zu erfüllen.

 

Über das Einspeisemanagement in Deutschland

Seit Inkrafttreten des deutschen Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) im Jahr 2000 hat der Ausbau von regenerativen Energieerzeugungsanlagen stark zugenommen, so dass einige Hochspannungsnetze an Ihre Kapazitätsgrenzen stoßen.

Um den Anschluss weiterer Energieerzeugungsanlagen an die Netze zu ermöglichen ­– ohne die Versorgungssicherheit zu gefährden ­– wurde in Deutschland ein Einspeisemanagement vorgeschrieben. Die technischen Vorgaben (§ 6 EEG 2012) sind für alle Anlagen, die ab dem 1.1.2012 in Betrieb genommen werden, bereits bei Inbetriebnahme einzuhalten, danach sind Netzbetreiber dazu berechtigt an ihr Netz angeschlossene Anlagen mit einer Leistung über 100 kW zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien, Kraft-Wärme-Kopplung oder Grubengas zu regeln (sog. EEG-Einspeisemanagement). Gleiches gilt für Solaranlagen ab einer installierten Leistung über 30 kW.

Bestehende Anlagen müssen in Deutschland bis zum 30.06.2012 (verlängert bis Ende 2012) nachgerüstet werden.

Bei Überlastungen von Leitungen erfolgt unter Beachtung des Vorrangs erneuerbarer Energien und Erzeugung aus KWK Anlagen eine zeitweilige Reduzierung der Einspeiseleistung. Ein Aufruf erfolgt durch ein Signal zur Absenkung der Einspeiseleistung einer Anlage, je nach Erfordernis auf 60 %, 30 % oder 0 % ihrer Nennleistung. Nach Ende der kritischen Netzsituation zeigt das Signal 100 % dem Betreiber der EEG-Anlagen die Möglichkeit zur vollen Einspeisung an.

Um eine einheitliche Ansteuerung an die unterschiedlichen Anlagen vor Ort zu gewährleisten, werden die Reduzierungssignale in Form von potentialfreien Kontakten vorgegeben.

www.digicomm.de

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