Wechselkursentwicklungen beeinflussen deutsche Elektroindustrie

„Unsere gemeinsame Analyse der letzten anderthalb Jahrzehnte zeigt, dass Euro-Abwertungen regelmäßig mit einem überdurchschnittlichen Anstieg der Elektroexporte einhergehen – und umgekehrt“, so Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt des ZVEI. „Allerdings ist der Wechselkurs nur ein Einflussfaktor unter vielen, dessen Gewicht zudem davon abhängt, welche Fachbereiche der Branche man betrachtet.“

Mittelfristig schlagen sich Wechselkurseinflüsse auch in den strategischen Entscheidungen der Unternehmen nieder. Dr. Klaus Bauknecht, Chefvolkswirt der IKB: „International agierende Unternehmen benötigen angesichts der hohen Volatilität auf den Devisenmärkten eine passgenau zugeschnittene Risiko- und Absicherungsstrategie. Dies gilt vor allem im aktuellem Umfeld einer möglicherweise nachhaltigen Zinswende in den USA.“

Die Analyse erfolgte vor dem Hintergrund stark zunehmender Wechselkursschwankungen – insbesondere als Folge der seit Jahren weltweit expansiven Geldpolitik. Die deutsche Elektroindustrie ist wie kaum eine andere Branche tief in internationale Produktions- und Wertschöpfungsnetzwerke eingebunden. Deshalb spielen Wechselkursentwicklungen für den zweitgrößten industriellen Arbeitgeber in Deutschland, der für ein Siebtel aller gesamtwirtschaftlichen Exporte steht, eine wichtige Rolle.

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