Eine Initiative der e-Marke

 

„Der Ursprung des Problems ist, dass sich Elektro-Planer oft selbst etwas zusammenstoppeln, wovon sie in Wahrheit keine Ahnung haben. Das muss man leider so sagen! Wenn die Medientechnik bei einer Planung miteinbezogen wird, wird dies oft unzureichend ausgeführt. Das Problem ist, dass ein großer Teil der Planungsbüros für Elektrotechnik eigentlich nichts mit einer echten A/V-Systemintegration zu tun haben, aber immer noch den vorherrschenden Begriff Medientechnik im Angebot führen dürfen. Dadurch sind Ausschreibungen oft sehr mangelhaft, die Ausführung gestaltet sich dann auch dementsprechend, und der Kunde ist unzufrieden. Wenn das so weit-ergeht, werden zukünftige Kunden großen Abstand von der A/V-Integration nehmen!

 

Um dieses Problem in den Griff zu bekommen, muss das Übel an der Wurzel gepackt werden. Eine Verbesserung kann aber nur geschehen, wenn alle Betroffenen beteiligt werden – das kann nur im Diskurs funktionieren! Unter der Schirmherrschaft der e-Marke könnten alle Beteiligten – angefangen bei den Planern – ins Boot geholt werden, um am Ende einen vernünftigen Dienst am Kunden zu ermöglichen. Eine Lösungsmöglichkeit wäre es, dass man den Planern die Mitgliedschaft bei der e-Marke nahelegt. So erhalten sie die Möglichkeit, sich in umfassenden Schulungsprogrammen ausbilden und zertifizieren zu lassen. Nebenbei können dort auch e-Marken-Mitglieder und Unternehmen kennen gelernt werden, die im A/V-Integrations-bereich und in der Kommunikationstechnik beheimatet sind. Das bietet die Gelegenheit, sich gegenseitig zu Informieren und würde helfen, Kunden sinnvolle Lösungen offerieren zu können, wovon auch das Ausschreibungswesen profitiert!

 

Das erklärte – wenn auch hochgesteckte Ziel – ist es also, die e-Marke als Qualitätssiegel, ähnlich wie das ISO-Zertifikat, zu etablieren. So wäre es für Kunden möglich, die Kompetenz eines Unternehmens auf den ersten Blick zu erkennen. Damit aber eines klar ist: es geht mir und der e-Marke dabei nicht um Geld oder eigene Geschäftsinteressen, es geht darum, der gesamten Branche die Zukunft zu sichern. Denn durch das Pfuschertum, das momentan am Markt vorherrscht, wird der Sache nur geschadet! Das Ziel muss sein, den Kunden maximal zufrieden zu stellen. So bleibt das Interesse an der A/V-Systemintegration bestehen und in Zukunft weiter angefacht, was uns am Ende natürlich zugute kommen und der gesamten Branche das Geschäft sichern wird. Wenn man die Vorteile näher betrachtet, dann sollte die Lösung – meiner Meinung nach – ein gangbarer Weg sein.”