Ein Hauch von Toskana

 

Im 25 Jahre alten Bestandshaus bestimmte dunkles Holz das Ambiente, die vielen kleinen Räume waren dunkel. Markant war vor allem das halbrunde Fenster im Obergeschoss. Als das Ehepaar das Haus Ende 2009 kaufte, war klar, hier muss umgebaut werden – in erster Linie, um Licht ins Innere zu holen und um die Räume zu einem offenen Wohnen zu verbinden. Zudem sollte sich die einzigartige Aussicht nicht nur vom Garten aus genießen lassen.

 

Die Hausherren hatten ganz konkrete Vorstellungen – ihre Skizzen setzte der beauftragte Architekt Horst Braun dann später fast 1:1 um. Eine große Fensterfront sollte das Haus talwärts öffnen. Da das Dach mit Dachstuhl komplett erneuert werden musste, wurde es in diesem Zuge mit großen Dachfenstern durchbrochen. Zwischenwände wurden entfernt, so dass ein lichtdurchflutetes Obergeschoss entstand. Hier befinden sich heute Schlaf- und Badezimmer.

Die frühere Holz-Garage wurde komplett erneuert und ist durch eine Art verglasten Eingangshof – von den Bewohnern liebevoll »Wilhelma« genannt – mit dem Haus verbunden. Aufgrund der Hanglage gelangt man ebenerdig von der Garage direkt ins Dachgeschoss, geht man in der Wilhelma die Treppe nach unten, führt sie zum eigentlichen Hauseingang. Auch hier im Erdgeschoss wurden Innenwände versetzt beziehungsweise entfernt. So zerschnitt früher ein Balken im Wohnzimmer die Aussicht ins Freie. Um diesen zu entfernen, musste die Statik mit einem Unterzug von der Decke aus garantiert werden. Die ehemals geschlossene Küche wurde zum Wohnraum hin geöffnet.

Bei der Innenarchitektur trifft klares geradliniges Design auf modernen Landhaus-Stil. Die Küche ist charakterisiert von Brauntönen, Alu und Weiß. Der dunkle Holzboden erscheint im Used-Look. Aufgelockert wird das Bild durch rote Details, wie Toaster, Küchenmaschine, Uhr. Der Wohnbereich ist mit Fliesen in heller »Kordhosen«-Optik verlegt, vom großen Ledersofa aus ist der Panoramablick gen Tal grandios, ebenso wie von den zwei gemütlichen und individuell bezogenen Ohrensesseln am Kamin. Die Möbel bilden einen gelungenen Kontrast zu den weißen Wänden und hellen, sichtbaren Holzbalken.

Über die Treppe zieht sich das Thema Holz bis ins Obergeschoss. Hier wurde eine sogenannte Thermo-Eiche eingesetzt, eine gebrannte Eiche, gebürstet und geölt. Oben ergibt sich ein harmonisches Zusammenspiel mit den weißen Schränken, deren Abschlussplatte die Farbe des Bodens wieder aufgreift – die Möbel sind von der Bauherrin selbst entworfen und von einem Tischler individuell gefertigt. Auch die elegante Toranlage mit Briefkasten vor dem Haus hat das Ehepaar selbst designed und gestaltet.

 

Die Hausherrin brachte vor allem ihr Gespür für Design ein, ihr Ehemann seine Affinität zu moderner Technik. Dass intelligente Gebäudetechnik das Haus bestens rüstet für die Zukunft, war ihm bekannt. Welche Möglichkeiten im Detail machbar und sinnvoll sind, besprach System-Integrator Hans-Jörg Iseler von der Firma Elektro Moos individuell mit dem Ehepaar. Die Entscheidung für ein KNX/EIB-System als Grundlage war schnell getroffen. Damit werden alle elektronischen Komponenten im Haus verknüpft und können zentral gesteuert und überwacht werden. Das »Gehirn« hinter dem elektronischen Nervensystem ist ein leistungsstarker Gira HomeServer.

Bedient wird zentral über den Gira Control 19 Client, ein großes Touchdisplay im Erdgeschoss, oder dem kleineren Gira Control 9 Client im Obergeschoss. Dank einer Kopplung des Gira HomeServers an das Internet lassen sich alle Funktionen im Haus auch von unterwegs aus steuern – via iPhone, iPad, PC oder Smartphone. So lassen sich ganz einfach komplette Lichtszenen abrufen, Jalousien bedienen, Verbrauchsdaten abrufen oder überprüfen, ob noch Fenster im Haus geöffnet sind. „Dazu haben wir die Fenster mit speziellen Fensterkontakten in das KNX/EIB-System eingebunden”, erklärt System-Integrator Hans-Jörg Iseler. „Bevor das Ehepaar jetzt das Haus verlässt, kann es auf einen Blick sehen, ob irgendwo im Haus noch ein Fenster geöffnet ist.”

Die Fensterkontakte dienen gleichzeitig bei Abwesenheit als Alarmanlage. Wird ein unerlaubtes Öffnen registriert, schaltet sich die Panikbeleuchtung im gesamten Haus ein und die Bewohner werden per SMS informiert. Ebenfalls praktisch, weil energiesparend: Die Funktion »zentral aus«, die es einmal beim Verlassen für das gesamte Haus gibt sowie für jedes Zimmer einzeln – gespeichert auf einer Taste des Gira Tastsensors im klassisch eleganten Gira Schalterdesign E2. So lassen sich alle Energiefresser im Haus auf einen Schlag – oder Zimmer für Zimmer – ausschalten.

Auf der Galerie im Obergeschoss und in der gläsernen Wilhelma schaltet sich das Licht zudem automatisch mit Bewegungsmeldern ein und aus. Energetisch sinnvoll ist auch die Solaranlage, die die Energie zum Erzeugen des Warmwassers für den eigenen Verbrauch liefert. Überall im Haus sind zudem auf den Gira Tastsensoren einzelne Lichtszenen hinterlegt. „Diese lassen sich jederzeit individuell ändern”, berichtet Hans-Jörg Iseler weiter, „selbst für den Garten haben wir stimmungsvolle Lichtszenen programmiert – Bodeneinbaustrahler beleuchten den Wasserfall und die Bäume auf dem Grundstück.” Eine Regenwasser-Zisterne versorgt den künstlichen Natur-Wasserfall mit Wasser.

 

Die Jalousien öffnen und schließen automatisch mit einer Zeitschaltung. Bei Regen, Wind und Frost fahren sie automatisch nach oben – die Information hierzu sendet die Gira Wetterstation auf dem Dach an den Gira HomeServer, der wiederum den entsprechenden Befehl an die Jalousiesteuerung weitergibt. In die Gebäudetechnik eingebunden ist auch die Pelletsheizung mit Einzelraumregelung. So kann diese von unterwegs aus bedient werden – sehr praktisch beispielsweise nach dem Winterurlaub, wenn während der Heimfahrt die Temperatur im Haus schon hochgefahren werden kann. Komfortabel ist das Vorheizen der Sauna im Keller aus der Ferne. Störmeldungen der Heizung werden dokumentiert und per SMS an die Bauherren verschickt.

Sind die Bewohner nicht daheim, können sie eine perfekte Anwesenheits-Simulation laufen lassen. Der Gira HomeServer zeichnet alle sichtbaren Aktivitäten, wie Licht und Jalousien, über einen Zeitraum von 14 Tagen auf und spielt sie dann bei Bedarf wieder ab.

 

 

Dank der Gira Türkommunikation mit Videofunktion sehen die Bewohner im Haus am zentralen Gira Control 19 Client, wer gerade vor der Tür steht, sie können mit demjenigen sprechen und die Tür öffnen – das Gira TKS-IP-Gateway macht’s möglich. Demnächst geht dies auch via Skype von unterwegs aus. Die Bilder der Klingelnden werden gespeichert und können bei Bedarf später abgerufen werden. Auf das Grundstück gelangt man über die Eingabe einer Nummer auf der Gira Keyless In Codetastatur. So können während des Urlaubs die Nachbarn zum Gießen Zutritt zum Grundstück erhalten oder ein einmaliger Code für einen speziellen Anlass vergeben und danach wieder gelöscht werden. Auch das große automatische Rolltor ist in das KNX/EIB-System eingebunden und lässt sich von der Ferne öffnen, zeitgleich geht das Licht im Eingangsbereich an.

„Seit dem Einzug des Ehepaars in ihr neues Zuhause haben wir auf ihren Wunsch immer wieder neue Funktionen integriert”, freut sich Klaus Moos, „und ich bin mir sicher, dass sich auch in Zukunft neue spannende Lösungen finden werden. Das Gute ist: Mit dem KNX/EIB-System haben wir die grundlegende Infrastruktur geschaffen, mit der sich später ganz einfach neue Ideen und Wünsche integrieren lassen, ohne die Wände aufreißen zu müssen – eine zukunftsfähige Lösung eben.”

 

www.gira.de

 

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