Rauchfänge mit Photovoltaikanlage
Weg von fossilen Brennstoffen hin zu einer kohlendioxidarmen Energiegewinnung – diesen Weg scheint nun auch die OMV gehen zu wollen. (Bilder: Fotolia)

OMV und Verbund errichten PV-Anlage:

Ein Erdölkonzern investiert in Solarenergie

Rund 100 Millionen Euro investiert der Energiekonzern OMV jedes Jahr im Marchfeld und im angrenzenden Weinviertel. Dieser Betrag fließt zum größten Teil in die Erschließung neuer sowie in die Förderung bereits laufender Erdöl- und Erdgasquellen. Jetzt kommt mit dem Bau der größten Flächen-Photovoltaikanlage Österreichs, die die OMV gemeinsam mit dem Stromerzeuger Verbund in Schönkirchen-Reyersdorf im Bezirk Gänserndorf errichtet, „ein Beitrag zur Erreichung der Klimaziele und wichtiger regionaler Wirtschaftsimpuls hinzu“, wie Vorstandvorsitzender Rainer Seele beim Spatenstich betonte. Je zehn Millionen Euro stecken die beiden Partner in das Ökoenergieprojekt, das ohne öffentliche Förderung auskommt.

14 Gigawattstunden (GWh) Strom wird die Photovoltaikanlage liefern, 133.200 Quadratmeter groß ist und aus 45.000 Solarmodulen besteht. Dieser Ertrag entspricht in etwa dem Jahresstromverbrauch von 4.400 Haushalten. Die Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe ist für Ende November 2020 geplant, die komplette Fertigstellung Ende 2021. Die Anlage wird rund zehn Prozent des Strombedarfs des Öl- und Gasunternehmens in Österreich abdecken können. Durch die Anlage pro Jahr rund 10.400 Tonnen CO2 gespart.

„Wir entwickeln hier Spitzentechnologie und arbeiten mit den höchsten Umweltstandards“, unterstreicht der für das Bohrgeschäft zuständige OMV-Vorstand Hans Pleininger. Von der Sonde über die Leitung bis zur Weiterverarbeitung habe man geschlossene Systeme, aus denen auch kleinste Mengen Öl oder Gas nicht entweichen könnten. Die Photovoltaikanlage in Schönkirchen-Reyersdorf sei ein Pilotprojekt für weitere ähnliche Vorhaben, wie in Altlichtenwarth im nordöstlichen Weinviertel sowie in anderen Staaten, wie Rumänien, Norwegen oder Neuseeland, sagte Pleininger.

Im Marchfeld und im Weinviertel betreut das Unternehmen rund 50 aktive Produktionsfelder, auf denen ca. 640 Öl- und 115 Erdgassonden arbeiten. Dazu kommen 135 Speicher- sowie rund 90 Wasserinjektionssonden. Mit fast 600 Beschäftigten ist die OMV, die in Gänserndorf das globale Innovations- und Technologiezentrum des Konzerns betreibt, einer der größten Arbeitgeber in der Region. Zurzeit werden mehr als 80 Lehrlinge ausgebildet.

www.omv.com

Quelle: Niederösterreichischer Wirtschaftspressedienst

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