François Randin
François Randin und seine AC-Wallbox der Serie »Residenza«. Der Gründer von Green Motion bleibt weiter an der Spitze des Unternehmens. Foto: Green Motion

Einstieg in die Ladeinfrastruktur:

Eaton kauft Green Motion

Am 22. März 2021 wurde der Deal bekannt gegeben: Eaton erwirbt 100 % der Anteile des Schweizer Anbieters für Systeme im Bereich der Ladetechnologie. Green Motion wird damit zu einer Tochtergesellschaft von Eaton. Das Management, geleitet von CEO und Gründer François Randin, bleibt bestehen. Ein Stellenabbau ist nicht geplant. Green Motion wird seinen Hauptsitz in Lausanne und die Niederlassung in Zürich verstärken und neue Arbeitsplätze schaffen.

Laut eigenen Angaben stellt Green Motion Ladestationen her, entwirft Managementsoftware für Lade-Netzwerke, betreibt Ladestationen und ist ein Dienstleister für Elektromobilität. Auf der Website heißt es weiter, dass Green Motion bahnbrechende Technologien, darunter Ladestationen für Elektroflugzeuge oder Onboard-Ladegeräte für die Automobilindustrie entwickelt.

Intelligenz made in Switzerland

Bereits seit 2009 bietet das Schweizer Unternehmen Hard- und Software-Technologien, die das Laden aller Arten von Elektrofahrzeugen durch eine breite Palette von AC- und ultraschnellen DC-Ladegeräten ermöglicht. Die Zusammenarbeit mit Eaton dauert laut Angaben der beiden Unternehmen nun bereits seit zwei Jahren an. Aus dem Kompetenzzentrum in Le Lieu (Schweizer Kanton Waadt) können damit intelligente Lade- und Energiespeicherlösungen für Elektrofahrzeuge angeboten werden.

Eaton erwartet erhebliches Wachstum
Green Motion DC Charging Station

Die DC-Ladestation »Range XT66« ist eine von vielen Lösungen aus dem Green Motion-Produktportfolio. Foto: Green Motion

François Randin betont in der offiziellen Meldung: „Zwischen Eaton und Green Motion gibt es eine starke Komplementarität auf der Ebene von Produkten, Technologien und Teams sowie eine gemeinsame Vision und Ambition zur Energiewende. Die Übernahme durch Eaton ist eine großartige Gelegenheit, den Erfolg von Green Motion schneller zu internationalisieren. Wir können dadurch unseren Einfluss auf die globale Reduktion von CO2-Emissionen beschleunigen und die Welt von morgen für alle verbessern“, zeigt sich der CEO von Green Motion optimistisch.

Aber auch das Eaton-Management bestätigt, dass man gute Gründe hatte, Green Motion zu übernehmen: „Die Energiewende gewinnt weltweit rasant an Fahrt und Eaton ist gut positioniert, um zu diesem wichtigen Trend beizutragen und auch davon zu profitieren“, sagt Uday Yadav, Präsident und COO Geschäftsbereich Elektrik von Eaton. „Die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge gehört zu den Bereichen, in denen wir in den nächsten zehn Jahren ein erhebliches Wachstum erwarten. Die bewährten Fähigkeiten von Green Motion bei der Entwicklung von Ladegeräten und die fortschrittliche Software für das Lade- und Abrechnungsmanagement sind eine leistungsstarke Ergänzung zu den bestehenden Angeboten von Eaton in den Bereichen Energiespeicherung und Stromverteilung.“

Was erwartet uns noch?

In Anbetracht der Übernahmen von Green Motion wird es aus der Sicht der i-Magazin-Redaktion spannend, welche Überraschungen wir von Eaton in den nächsten Wochen noch erwarten können. Schließlich hat der Konzern, der auch im österreichischen Schrems Geräte für die Elektrotechnik produziert, durch den laufenden Deal mit dem Autohersteller Nissan, die Alt-Akkus des Elektroauto-Anbieters in ein Second-Life überzuführen, auch die besten Voraussetzungen, nicht nur Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität, sondern mit den aus der Kooperation resultierenden Akkus Stromspeicher sowie den am Markt seit Jahren bewährten Smart-Home-Lösungen künftig Komplettlösungen für eine mehr oder weniger autarke Energieversorgung für Konsumenten bieten zu können.

 

www.greenmotion.ch

www.eaton.com

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