»E-Industrielle Revolution« startet in Favoriten

Absolventen der Bachelorstudiengänge Angewandte Elektronik und High Tech Manufacturing der FH Campus Wien sind schon heute gefragte Spezialisten: Die jungen Techniker steuern die elektronische Revolution des 21. Jahrhunderts, die unser gesamtes modernes Leben – vom vollautomatisierten Haus über Verkehrsleitsysteme bis zur industriellen Produktion – erfasst. Als Studierende an einer EduNet Fachhochschule steht ihnen in Zukunft auch die Beteiligung am internationalen Wettbewerb »Xplore« offen, der in dreijährigen Abständen die besten Ideen und Projekte künftiger Automatisierungstechniker aus aller Welt auszeichnet.

Zwei Spitzenprojekte junger ErfinderDie Einrichtung der Labore ist auf dem neuesten Stand der Technik. Um das auch in Zukunft zu gewährleisten, werden diese alle paar Jahre erneuert. Auch die Lehrer und Professoren sollen laufend weitergebildet werden.
Zwei ausgezeichnete Beispiele studentischer Spitzenleistungen aus dem Nachbarland Deutschland stellten Phoenix Contact Österreich Geschäftsführer Ing. Mag. Thomas Lutzky, MBA sowie der für EduNet und Xplore verantwortliche Leiter Didaktik des Unternehmens, Klaus Hengsbach, anlässlich der Eröffnung des Phoenix Contact Technology Competence Centers an der FH Campus Wien der Öffentlichkeit vor: Die Schüler der Berufsschule 1 in Mainz verwandelten unter Einsatz moderner Automatisierungstechnik ein Quad in ein E-Fahrzeug. Das von ihnen liebevoll »El Quadro« getaufte Fahrzeug ist straßentauglich, hat eine Reichweite von 20 km und erreicht ein Spitzentempo von 50 Stundenkilometern.

Das Projekt »emoCity« der David Roentgen Schule Neuwied setzt auf E-Mobilität und erneuerbare Energien: Die »Kleine Stadt« (Modell), die in Wien gezeigt wurde, hat Windräder, Biogasanlagen und solarbetriebene Aufladestationen für Elektrofahrzeuge. Das Modell ist Lerngrundlage für Schüler und beflügelt die Phantasie für die strategische Zukunftsplanung von Städten.

„Unternehmen die Synergien mit der Bildung eingehen sind wichtig und sehr willkommen. Es ist schön zu sehen, dass junge Menschen an diesem neuen Standort eine praxisnahe Ausbildung genießen können.“ Hermine Mospointner (Bezirksvorsteherin Favoriten). Techniker stark gefragt
Der Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Wien, Mag. Johannes Höhrhan, unterstrich anlässlich der Eröffnung des Technology Competence Centers, dass sich Wien in weiten Bereichen der Forschung in den vergangenen Jahren sehr positiv entwickelt habe. Höhrhan: „Um jedoch noch umfassendere Wertschöpfungsketten für den Standort generieren zu können, müssen die Übergänge von der Forschung zur Innovation und schließlich zum konkreten Produkt am Standort noch verbessert werden. Die Eröffnung des Forschungs- und Technologielabors ist ein perfektes Beispiel, wie dieser Sprung in Kooperation zwischen Bildungseinrichtungen, Forschung und Wirtschaft geschafft werden kann.”

Hermine Mospointner, Bezirksvorsteherin des 10. Bezirks, begrüßte die Kooperation zwischen einem international höchst erfolgreichen Unternehmen und der größten Fachhochschule Wiens, die beide – an der Favoritenstraße gelegen – für den 10. Bezirk von großer Bedeutung sind.

„Die FH-Wien ist ein unabhängiger, wissenschaftlicher Dienstleister, dennoch sind wir natürlich auf Investitionen von Industrie-Partnern angewiesen. Wir sind froh Phoenix Contact als starken Partner für unsere Fachhochschule gewonnen zu haben.“ Ing. Wilhelm Behensky (Vorsitzender der Geschäftsführung der FH Campus Wien) Der Vorsitzende der Geschäftsführung der FH Campus Wien, Ing. Wilhelm Behensky, MEd, betonte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie. Eine Ausbildung mit Praxisbezug erleichtere die Jobsuche sowie die Einarbeitung am Arbeitsplatz. Wer während des Studiums keine Erfahrung mit Automatisierung und Steuerungen sammeln könne, habe große Probleme, sich am Arbeitsmarkt zu behaupten. Behensky: „Die Kooperation mit Phoenix Contact ist ein weiteres Beispiel für die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft, die wir bereits an unserer Hochschule leben. Damit bieten wir unseren Studierenden eine exzellente forschungsgeleitete Ausbildung, die unmittelbar an die Ansprüche der Praxis anschließt.”

Vizerektor DI Dr. Heimo Sandtner wies auf die starke Nachfrage nach gut ausgebildeten Technikern und Technikerinnen hin: Laut Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts fehlen in der Elektro- und Elektronikindustrie 800 Techniker. Neun von zehn Unternehmen haben Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen. Sandtner: „Das neue Phoenix Contact Technology Competence Center leistet einen maßgeblichen Beitrag zur State of the Art-Ausbildung unserer Studierenden. Damit wirken wir dem Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften in der Automatisierungstechnik direkt entgegen und rüsten unsere Absolventen und Absolventinnen hervorragend für die Anforderungen des globalen Arbeitsmarktes.”

„Diese Labore, ist das größte Bildungsprojekt, das wir in Österreich in gemeinsamer und intensiver Arbeit verwirklicht haben. Darauf sind wir sehr stolz!“ Ing. Mag. Thomas Lutzky MBA, Geschäftsführer Phoenix Contact Österreich. Ing. Mag. Thomas Lutzky, MBA, Geschäftsführer von Phoenix Contact Österreich, erläuterte die Gründe für die Kooperation des Unternehmens mit der Fachhochschule. Die Steuerungs- und Automatisierungstechnik verändere alle Bereiche des Lebens im 21. Jahrhundert, vom Verkehr über Haustechnik bis zur Industrie, sagte er. Die Ausbildung an der FH Campus Wien sei der solide Grundstein für eine Karriere in diesem äußerst zukunftsträchtigen Berufsfeld. Lutzky:„Wir investieren in Bildung, in die Jugend und somit in die Zukunft und wollen einen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des Landes leisten.”

Die Phoenix Contact Gruppe ist ein Familienunternehmen, das weltweit seine innovativen Produkte und Lösungen rund um die Elektrotechnik und Automation anbietet. Dabei ist es von großer Bedeutung, in enger Kooperation mit den Hochschulen und Universitäten zu agieren, um den Wissenstransfer sicher zu stellen und auf dem höchsten Stand in Forschung und Entwicklung zu bleiben. Andreas Rossa, Vice President der Phoenix Contact Gruppe: „Der beste Weg, die Gesellschaft am Erfolg der Unternehmensgruppe teilhaben zu lassen, ist es, in die Ausbildung der Jugend zu investieren. Damit leisten wir einen enormen Beitrag für die Gesellschaft und sichern zudem unsere Zukunft!”

Phoenix Contact stattete im Rahmen der Bildungsinitiative EduNet bisher 70 Hochschulen in 25 Ländern mit Labors aus. Jährlich erhalten an diesen Ausbildungsstätten 7.000 Absolventen ihr Diplom. Klaus Hengsbach, Leiter Didaktik des Unternehmens: „Der Unterschied zwischen theoretischer Lehre und industrieller Praxis ist groß. Wer sich während des Studiums nicht mit Steuerungen auseinandersetzt, erlebt am Arbeitsmarkt einen Praxisschock.”

Facts FH Campus WienV.l.n.r.: Ing. Wilhelm Behensky MEd (Vorsitzender der Geschäftsleitung der FH Campus Wien), DI Dr. Heimo Sandtner (Vizerektor für Forschung und Entwicklung, Leiter des Fachbereiches High Tech Manufacturing an der FH Campus Wien), Ing. Mag. Thomas Lutzky, MBA (Geschäftsführer der Phoenix Contact GmbH Österreich), Dipl.-Phys.-Ing. Andreas Rossa (Vice President Phoenix Contact Gruppe), Klaus Hengsbach (Leiter Didaktik, Phoenix Contact Gruppe), Mag. Johannes Höhrhan (Geschäftsführer der Landesgruppe Wien der Industriellenvereinigung) und Hermine Mospointner (Bezirksvorsteherin Favoriten).
Die FH Campus Wien ist die größte akkreditierte Fachhochschule Österreichs. Sie bildet im laufenden Studienjahr 2013/14 mehr als 4.500 Studierende in über 50 Bachelor- und Masterstudiengängen sowie Lehrgängen in den Departments Applied Life Sciences, Bauen und Gestalten, Gesundheit, Public Sector, Soziales und Technik aus. Die FH Campus Wien kooperiert mit den österreichischen Universitäten Uni Wien, MedUni Wien, BOKU, VetMed, TU Wien, MU Leoben und zahlreichen internationalen Hochschulen. Sie ist mit Unternehmen, Verbänden, Schulen und öffentlichen Einrichtungen vernetzt. Darüber hinaus unterhält die Hochschule eigene Forschungsgesellschaften, über die zahlreiche F&E-Projekte der Studiengänge und externe Auftragsforschung abgewickelt werden.

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