Pretty mature woman having a cup of coffee and using a laptop
Informationen, die man im Internet findet, sollte man nicht von vorherein für bare Münze nehmen. (Bild: Fotolia)

Das Internet und seine Abgründe:

Dr. Google, das neue Lexikon?

Vor kurzem erzählte mir ein Bekannter, seine Frau habe kürzlich bei Dr. Google promoviert. Denn unentwegt erhält er Tipps und Ratschläge für ein gesünderes und besseres Leben. Allerdings ohne fundierte Fachkenntnisse aus einem Medizinstudium. Würden Sie jedem Text aus dem Internet Glauben schenken und damit Ihre Gesundheit riskieren, bloß weil es da steht? Wohl eher nicht.

Ähnlich verhält es sich mit Postings, Videos und Beiträgen über Themen, die unsere Branche betreffen. Auch hier sollte man nicht alles glauben, was man liest, sieht oder hört.

In eigener Sache möchte ich daher kurz eine Richtigstellung abgeben: Im i-Magazin YouTube Video »Welche Gefahren ein unzulässiger FI-Schalter birgt« habe ich auf Grund einer Fehlinformation gesagt, dass spannungsabhängige FI in Österreich nicht zugelassen wären. Diese sind jedoch als zusätzlicher Schutz in Österreich zulässig. Trotz dieser Falschaussage empfehle ich bei haushaltsähnlichen Anwendungen den Einbau spannungsunabhängiger FI/LS. Diese bieten beispielsweise bei einer Unterbrechung des Neutralleiters ausreichend Schutz für die Elektroinstallation. Und dies ist gewiss im Sinne des Konsumenten.

Sie sehen, nicht alles aus dem Internet darf man glauben. Und es ist gut, wenn Dinge kritisch hinterfragt werden, denn nur so kann man selbst wachsen. Es gibt beispielsweise für Produkte aus der Elektrotechnik auch unzählige Forenbeiträge von Privatpersonen oder Internetbewertungen sowie Produkttests. Auch hier sollte immer ein waches Auge vorhanden sein. Denn nicht selten kommt es vor, dass das zuvor angepriesene Produkt sich im Nachhinein dann doch als ziemlicher Schrott herausstellt.

Die Arbeiterkammer hat jüngst bekannt gegeben, dass sie davon ausgehen, jede dritte Bewertung im Internet wäre gefälscht. Meiner persönlichen Meinung nach besteht die Möglichkeit, dass diese Zahl immer noch zu konservativ geschätzt ist. Es hat sich eine ganze Industrie darum gebildet, Dinge schönzureden und Empfehlungen in Foren zu Produkten abzugeben, die auf den ersten Blick von einer Privatperson zu stammen scheinen. Es kann auch sein, dass bereits die ursprüngliche Frage zu einem Produkt von diesen Personen selbst gestellt wurde.

Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Produkte mit falschen Bewertungen auch qualitativ nicht die beste Wahl sind und frühzeitig ihren Geist aufgeben. Das bedeutet auf lange Sicht, Bewertungen aus dem Internet sind nur bedingt glaubwürdig. Die beste und nachhaltigste Produktbewertung bleibt daher immer noch die klassische Mundpropaganda und Dinge, die man einfach selbst gesehen oder ausprobiert hat. Denken Sie immer daran: Wer billig kauft, kauft doppelt. Und Ehrlichkeit und Qualität währen am längsten.

www.siemens.at

Ihr Ansprechpartner

(Bild: Siemens)

 

Thomas Reifetshammer

Produktmanagement Sentron
Electrical Products
Siemens AG Österreich
E-Mail: [email protected]

 

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