Dokumentation ist keine Sekkiererei – sondern ein wesentlicher Bestandteil professioneller Arbeit!

Der Sinn von Dokumentation ist vor allem Nachvollziehbarkeit!
Eine detaillierte Dokumentation ist aber nicht nur in vielen Bereichen vorgeschrieben, sie hilft bei der Fehlersuche und erleichtert den Betrieb und die Wartung von Systemen. So kann man heute beispielsweise bei wiederkehrenden Prüfungen von elektrischen Anlagen den alten Datensatz wieder in sein Messgerät laden, auf die Anlagenstruktur und alle Messungen zurückgreifen, Anlagenänderungen aktualisieren, sofort mit Messungen und Sichtprüfungen ergänzen und protokollieren. Das ist nicht nur von der Qualität, sondern auch von der Geschwindigkeit nicht mehr mit früheren Methoden zu vergleichen.

Genau an dieser Systematik arbeite ich seit 30 Jahren und kann heute ein System anbieten (Profitest M+ E-Befund Manager) mit dem eine detaillierte Dokumentation, Stichwort »elektronisches Anlagenbuch«, lückenlos und praxisgerecht funktioniert. Bei Profis und in der Industrie ist diese Vorgangsweise bereits sehr gut angekommen.

Ein Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit: Beim Neubau des Zentralbahnhofs Wien Mitte-Landstraße wurden mit dem System »Profitest« Messungen an über 52.000(!) Messstellen durchgeführt und automatisch 1.200 Seiten bundeseinheitliches Prüfprotokoll (KfE-E-Befund) erstellt. Jede Steckdose, jeder Auslass, alle Sichtprüfungen wurden darin erfasst. Das wäre ohne automatischem Mess-/Dokumentationssystem nicht durchführbar gewesen – per Hand ist das nicht mehr zu schaffen.
Das ist aber nicht nur im großen Maßstab von Vorteil, sondern auch bei kleinen Aufgaben, wie etwa bei der Prüfpflicht bei der Neuvermietung von Wohnungen. Auch hier ist die Wiederverwendbarkeit der Erst-/Letztprüfdaten eine deutliche Arbeitserleichterung. Die Erstellung eines Ersatzanlagenbuches nach außerordentlichen Erstprüfungen ist eine hilfreiche Zusatzfunktion für schnelle Anlagendokumenten und bildet dabei auch die Installation komplett ab.

Dokumentation dient aber auch zur Haftungsabgrenzung!
Ich dokumentiere genau was ich bearbeitet habe!
Wenn ich´s richtig mache ein Vorteil – sonst nicht!
Bei einem elektrisch bedingten Unfall ist das Anlagen-Prüfprotokoll ein wichtiges Dokument um ein Mitverschulden zu klären. Heutige Sachverständige sind sehr gut trainiert und sehen dem Elektrotechniker auf den ersten Blick an, ob er weiß, was er da tut, und womit das Protokoll angefertigt wurde. Im Befund steht, wer und mit welchem Messgerät (Seriennummer) gemessen wurde, damit lässt sich nachvollziehen, ob es gültig kalibriert ist. Fünfzehn Jahre alte Messgeräte, ohne aktueller Kalibrierung, zweifeln viele Sachverständige heute zu Recht an.

Die richtige Dokumentation und Messung wird Jahr für Jahr ein immer wichtigeres Thema – nicht nur bei großen Anlagen, sondern auch bei E-Ladestationen, elektrischen Geräten, elektrischen Werkzeugen, Blitzschutz, PV, Sicherheitsbeleuchtungen, medizinische Anlagen/ Geräten usw. Es ist also Zeit, sich mit dem Thema Messen-Prüfen-Dokumentieren- und der Messgeräteunabhängigen SQL-Prüfdatenbank dem »Elektro Befund Manager« auseinander zu setzen.

Es empfiehlt sich aber auch, nicht nur auf die richtige Ausrüstung, sondern auch auf die entsprechende Einschulung zu achten!
Denn:
Richtig gemessen und schlecht dokumentiert ist gleich gut wie
schlecht gemessen aber detailliert aufgezeichnet !

ähnliche Beiträge