Die Schwelle wird hybrid

Neue Wohnformen mit Gemeinschaftsbereichen stellen andere Ansprüche an die Türkommunikation als Ein- oder Mehrfamilienhäuser. Die Kommunikation im Gemeinschaftshaus unterscheidet nicht bloß zwischen »drinnen« und »draußen«. Die Schwelle wird hybrid und verlangt nach einem Kommunikationskonzept, das auf die spezifischen Anforderungen von Gemeinschaftszonen eingeht.

Das hochauflösende Display in der Türstation zeigt eine intuitive Bedienoberfläche, auf der alle Bewohner mit Namen und Bild sichtbar sind. (Copyright: S. Siedle & Söhne/Vitra Design Museum)Siedle entwickelt innovativen Prototyp
Für die von Ilka und Andreas Ruby sowie EM2N Architekten kuratierte Ausstellung hat Siedle eine Anwendung mit völlig neuem Interface-Design und innovativer Funktionalität entwickelt. Der prototypische, hochauflösende Monitor an der Tür zeigt eine intuitive Bedienoberfläche. Sie ist speziell für die Bedürfnisse des kollektiven Mehrgenerationenhauses entwickelt worden. Die Bewohner sind mit Namen und Bildern sichtbar, ähnlich wie im Telefonverzeichnis eines Smartphones. Der Besucher kann entscheiden, ob er einen Privatbereich oder die Gemeinschaft anwählt – praktisch, wenn nur etwas abgegeben werden muss. Dabei zeigt das Interface visuell den aktuellen Status an. Und selbstverständlich wurde für das Mehrgenerationenhaus auch an den barrierefreien Zugang gedacht: eine Rollstuhlfahrer- sowie eine Braille-Taste machen es möglich.

Im Inneren bilden fünf Video-Panels mit Touch-Display das neue Interface entsprechend ab. Ist jemand nicht zu Hause oder möchte nicht gestört werden, kann der Türruf auch im Gemeinschaftsbereich entgegengenommen werden.

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