v.l.: Glühbirne, Energiesparlampe, LED. Die Glühbirne ist bereits passé, bald folgen ihr die Energiesparlampe und die Halogenlampe. (Bild: Fotolia)

Panikkäufe sind nicht nötig, die richtige Entsorgung sehr wohl:

Die EU mustert ineffiziente Lampen aus

Proteste und Panikkäufe löste sie aus. Für einige hatte die EU ihren Ruf als Bürokratiemonster wieder einmal bestätigt. Konkrete Ursache war die Ökodesign-Verordnung 2008, mit der unter anderem Beleuchtungsquellen energieeffizienter werden sollten. Ein Verkaufsverbot von Glühbirnen war die logische Konsequenz. Das wiederum führte dazu, dass manche Menschen sogar noch heute unbenutzte Glühbirnen besitzen – während sparsamere und komfortable LEDs längst die Räume erleuchten.

Dieses Szenario wird sich wahrscheinlich nicht wiederholen, wenn ab September 2021, in Etappen aufgeteilt, ineffiziente Halogenlampen, Energiesparlampen und Leuchtstofflampen nicht mehr verkauft werden dürfen. Diese drei Beleuchtungstechnologien erreichen nicht mehr die Mindesteffizienzgrenzwerte, die die neue EU-Ökodesign-Verordnung vom Dezember 2019 vorschreibt. Die Brancheninitiative licht.de empfiehlt als Alternative LED-Lichtquellen; diese sind sparsam, langlebig und umweltfreundlich.

Worauf man sonst noch achten sollte, hat licht.de zusammengestellt.

Welche Lampen sind betroffen?

Ab dem Stichtag 1. September 2021 werden Kompaktleuchtstofflampen mit integriertem Vorschaltgerät – sogenannte Energiesparlampen – nicht mehr in den Verkehr gebracht. Zwei Jahre später entfallen auch lineare T8-Leuchtstofflampen und die meisten Typen der heute noch erlaubten Halogenlampen. Bleiben dürfen unter anderem Kompaktleuchtstofflampen ohne Vorschaltgerät, Hochvolt-Halogenlampen mit dem Sockel R7s und T5-Leuchtstofflampen. Zudem gibt es eine ganze Reihe von Ausnahmen. Im Zweifel hilft ein Blick auf die Webseiten der Hersteller.

Wie werden alte Leuchtmittel entsorgt?

Kein Anlass für Hamsterkäufe: Niemand muss seine Lampen austauschen. Auch der Handel darf seine Lagerbestände weiterhin verkaufen. Erreichen Leuchtmittel dann doch das Ende ihrer Lebensdauer oder werden durch energiesparende LEDs ausgetauscht, müssen sie der Umwelt zuliebe korrekt entsorgt werden: Energiespar-, Leuchtstoff- und Entladungslampen müssen wie LEDs auf den Sammelplatz gebracht werden, wo sie dem Recycling zugeführt werden können. Glüh- und Halogenlampen kommen in den Restmüll.

Energieverbrauchskennzeichnung

Das Energielabel mit der sperrigen Bezeichnung Effizienzklasse A++ wird am 1. September 2021 vom neuen Label mit der Skala A bis G abgelöst. Das heißt, aktuelle Lichtquellen mit A++ erhalten dann maximal die Effizienzklasse D oder E. Erst mit weiteren Effizienzsteigerungen erzielen neue Produkte in Zukunft auch höhere Klassen. Die Brancheninitiative licht.de informiert im Web-Special »Ökodesign: Welche Lichtquellen bleiben?« zum Thema. Dazu gibt die Initiative drei Einkaufstipps mit.

Tipp 1: Lumen statt Watt Wie hell eine Lampe leuchtet, zeigt der Lumen-Wert, nicht die Watt-Angabe. Der Lichtstrom in Lumen (lm) sollte der alten Halogenlampe entsprechen, zum Beispiel statt 30 Watt 470 Lumen oder statt 57 Watt bis 1.055 Lumen.

Tipp 2: Lichtfarbe Warmweiß Im Wohnbereich bevorzugen die meisten Menschen hierzulande warmweißes Licht mit einer Farbtemperatur von 2.700 bis 3.300 Kelvin (K). Es ist dem Licht von Glühlampen ähnlich.

Tipp 3: Natürlich wirkende Farben Die Farbwiedergabeeigenschaft einer Lichtquelle gibt an, wie natürlich die Farben unserer Umgebung unter ihrem Licht wirken. Eine gute Farbwiedergabe ist z. B. beim Make-up im Bad, bei der Arbeit am Schreibtisch oder beim Kochen zur Beurteilung der Speisen wichtig. In Wohnräumen sollten es mindestens Ra 80 sein, besser mehr.

Ab 1. September 2021 dürfen z. B. Kompaktleuchtstofflampen mit integriertem Vorschaltgerät (Energiesparlampen) nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Ab dem 1. September 2023 entfallen lineare T8-Leuchtstofflampen und die meisten Typen der zurzeit noch erlaubten Halogenlampen. (Bild: licht.de)

Quelle: www.licht.de

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