(Bild: Leyet GmbH)

Video-Plattform rund um Lichtgestaltung

Das virtuelle Lichtlexikon

Seit Mitte Juli ist sie online: Die weltweit erste Fachenzyklopädie auf Basis Video-On- Demand! Und alles dreht sich um das Licht und seine Wirkungen. Mit dem Virtuellen Lichtlexikon wird jedes Büro und jeder andere beliebige Ort ab sofort zum privaten Hörsaal, und Dr. phil. Walter Witting zum jederzeit verfügbaren, höchstpersönlichen Lichtcoach.

Die Forcierung der LED-Technologie als Basisinnovation und Leuchtmittel der Zukunft führte vor einigen Jahren in der gesamten Lichtbranche zu einer bis heute anhaltenden Aufbruchstimmung. Kombiniert mit den schier grenzenlosen Möglichkeiten unseres digitalen Alltages wurden Lichtmilieus dynamisch, ganze Gebäude smart, Leuchten innovativ und ihre Steuerung intelligent. Nicht wenige sprechen sogar vom Beginn eines neuen Zeitalters im Licht. Für die produzierende Beleuchtungsindustrie trifft dies wohl auch tatsächlich zu. Die Ausgangsbasis jeder guten Lichtlösung hat sich dabei jedoch nicht geändert. Die visuellen Vorgänge und Lichtwirkungen in der Natur sind Ergebnis eines wesentlich längeren Prozesses, als dass technologische Neuerungen – seien sie auch noch so revolutionär – hier von Relevanz wären.

Das Licht der Sonne ist seit Jahrmilliarden primärer Treibstoff der Entwicklung allen irdischen Lebens. Ein Zeitraum von etwa einer Million Jahren, in denen der Mensch nun das Feuer kontrolliert, erscheint da bereits vergleichsweise gering. Und seit knapp 150 Jahren sind wir nun imstande, strombetriebenes künstliches Licht zu erzeugen. Und das vorrangig nur, um Dinge sichtbar zu machen, die nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr sichtbar sind. Der Mensch hat sich in seiner Phylogenese als dominantes Lichtwesen und Augentier positioniert. Sein permanenter Wechsel zwischen Leistung und Erholung, zwischen Wachheit und Schlaf, wird fast ausschließlich durch das Tageslicht getaktet. Und wir tun gut daran, uns auch weiterhin an diesen natürlichen Rhythmus zu halten, und uns der Bedeutung des Lichtes für das Leben bewusst zu sein.

Dr. phil. Walter Witting hat den Einfluss von Kunst- und Tageslicht auf das Wohlbefinden und Leistungsverhalten des Menschen in Langzeitstudien erforscht. Er ist Autor zahlreicher Publikationen im Bereich Lichttechnik und Lichtgestaltung, und gilt als einer der internationalen Top-Referenten auf dem Gebiet der visuellen Wahrnehmung. Gemeinsam mit den Lichtplanern Markus Peskoller und Johannes Leichter hat er die wesentlichen Parameter der so komplexen wie bedeutsamen Materie Licht nun im weltweit ersten Virtuellen Lichtlexikon seiner Art konserviert. Aufgeteilt auf insgesamt sechs Kapitel werden die visuellen Vorgänge aus physikalischer, physiologischer und psychologischer Perspektive erklärt. Den visuellen und nichtvisuellen Phänomenen der Natur, dem Komplex Farbe und den Zusammenhängen im Bereich Licht und Gesundheit sind die weiteren Kapitel gewidmet. Für die Erfassung des gesamten Wissensgebietes wurden 100 Lehrfilme produziert, die jeweils ein konkretes Thema im jeweiligen Kapitel behandeln, und zwischen 30 und 90 Minuten lang sind. Insgesamt werden knapp 3000 Vortragsfolien ausführlich und verständlich erläutert, und sind bei jedem

Bei Betrachtung eines Lehrfilmes pro Tag wäre es möglich, sich in 100 Tagen – also in weniger als vier Monaten – einen allumfassenden Einblick in die Grundlagen der Materie Licht zu verschaffen. Genauso kann man aber auch sein Expertenwissen durch gezieltes Anschauen einzelner Vorträge nach Belieben vertiefen. Bei fachspezifischen Fragen oder Begriffsunklarheiten sichert ein Suchregister die rasche Auffindung des jeweils passenden Lehrfilmes. Und wer sich lichtfit fühlt, kann seine Kompetenz auch gleich direkt unter Beweis stellen und in einem beliebigen Kapitel oder auch für das gesamte Wissensgebiet zu der nach Dr. Witting standardisierten Online-Prüfung antreten.

Die Entwicklung und Produktion des Lexikons dauerte vier Jahre. Über 12.000 Arbeitsstunden wurden investiert, um alle lichttechnischen und wahrnehmungspsychologischen Grundlagen didaktisch optimal darlegen zu können. Nach 34 Drehtagen ist die Ausgangsbasis für jede innovative Lichtlösung und Leuchtenentwicklung nun auf 96 Vortragsstunden festgehalten. Und wie schon der Lexikonname dem aufmerksamen Seher verrät: Im Mittelpunkt der Visualität steht das Auge, das im Licht seine Vollkommenheit findet.

Weitere Informationen unter www.wittingleyet.at

Quelle: Leyet GmbH

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