Andreas Paul bekräftigt: „Wir brauchen heute und morgen leistungsfähige strukturierte Verkabelungen für das ganze Gebäude.“

Das Interview mit dem Verkaufsleiter Österreich von Metz Connect:

Das Kabel als Konstante

Hat die Verkabelung in Zeiten von Bluetooth, Funk und WLAN überhaupt noch eine Berechtigung? Welche Übertragungsmethoden sorgen heute für sichere und zuverlässige Verbindungen und somit für einen reibungslosen Informationsfluss? Wir fragten bei einem Experten nach.

Das Interview führte Thomas Graf-Zoufal

Text: Mag. Sandra Eisner

Seit mehr als 40 Jahren bietet das Unternehmen Metz Connect hochwertige Qualität von hoch spezialisierten, international standardisierten und leistungsstarken Anschlusskomponenten und Verbindungssystemen im Elektrotechnikbereich sowie für die HF-Nachrichtentechnik. Von dieser Kernkompetenz und Erfahrung darf seit einigen Jahren auch der österreichische Markt durch eine gezielte und intensive Betreuung profitieren. Denn im Zeitalter der digitalen Datenübertragung setzt Metz Connect mehr denn je auf Kontinuität und Nachhaltigkeit, erklärte uns Ing. Andreas Paul, MA, Verkaufsleiter Österreich, vor dem i-Magazin-Mikro. Lesen Sie im nachfolgenden Interview, wie die Qualität der Verbindung in unserer vernetzten Welt hochgehalten werden kann und welche Vorteile eine Partnerschaft mit Metz Connect bietet.

Seit wann ist Metz Connect in Österreich vertreten?

Andreas Paul: Die aktive Marktbearbeitung in Österreich hat vor rund 3,5 Jahren begonnen. Zuvor wurde die Betreuung von Deutschland aus getätigt, die Intensität war allerdings nicht wirklich effizient. Deshalb entschied sich Metz Connect zu einer intensiveren, nachhaltigeren Betreuung vor Ort.

Was war Ihre Ausrichtung, als Sie die »Aufgabe Österreich« übernommen haben?

Paul: Die Zielsetzung war, unsere Marktanteile in Österreich auszubauen, im Bereich unserer Partner – der Elektrogroßhändler – als Top-Netzwerklieferant Fuß zu fassen und eine ähnliche Position wie in Deutschland zu erreichen.

Ist das gelungen?

Paul: Wir haben unser Ziel bisher weit übertroffen und daher eine sehr gute Geschäftsentwicklung in Österreich. Wir arbeiten mit unseren Partnern sehr eng und aktiv zusammen. Das ist für uns ein wichtiger Faktor, da wir die Drei-Stufen-Vertriebspolitik in Deutschland leben und dementsprechend unser Business-Modell darauf basiert. So wollen wir auch in Österreich das Geschäft in diese Richtung vorantreiben.

In Zeiten von Bluetooth und WLAN – wozu braucht man noch Kabel in der Wand?

Paul: Wir brauchen mehr denn je Kabel in der Wand, weil diese die einzige Verbindungsquelle zwischen den aktiven Komponenten und den Endpunkten darstellen. Jedes Gebäude ist mittlerweile mit einer Vielzahl an Geräten ausgestattet, die IP-fähig sind (Beleuchtungskörper, Sprech-, Alarmanlagen etc.) – sie alle brauchen de facto einen Access Point in Form einer nachhaltigen Verkabelung, weil nur dadurch sichergestellt werden kann, dass die Datenmengen, die notwendigen Bandbreiten, die für die Übertragung gesichert sind, realisiert werden. Bedenken Sie auch das Thema Power over Ethernet – aktueller denn je – wobei die Spannung in das Netzwerkkabel eingespeist wird. Daher ist es umso notwendiger, dass dementsprechend die Verkabelung zielorientiert, nachhaltig und leistungsfähig installiert wird.

Bietet die Verkabelung schlichtweg mehr Sicherheit im direkten Vergleich zu Bluetooth, Funk und WLAN?

Paul: Das Kabel ist ein Trägermedium, das eine Konstante bietet im Bereich der Installationsgewohnheiten, aber auch was den Sicherheitsfaktor betrifft, sprich um in einer Anlage hohe Sicherheitsstandards zu garantieren. Ein Kabel ist nicht so einfach abzuhören wie Bluetooth und drahtlose Übertragungen, Kabel haben andere Eigenschaften, es ist schlicht ein anderes Medium. Unserer Meinung nach wird das Kabel auch weiterhin seine Berechtigung haben – stärker denn je. Wir brauchen heute und morgen leistungsfähige strukturierte Verkabelungen für das ganze Gebäude.

Wie wichtig sind Normen und Vorschriften zum Thema Netzwerktechnik?

Paul: Aus unserer Sicht sind sie sehr wichtig, weil wir mit diesen Vorschriften unseren Partnern klare Regeln vorgeben in Bezug auf die Produktentwicklung und die Installation. Wir selbst gehen in die Offensive und schulen anhand der Normen unsere Partner, damit sie richtig installieren, die Messrichtlinien müssen natürlich auch umgesetzt werden, bis hin zur kompletten Übergabe einer strukturierten Verkabelung an den Endkunden. Daher ist es notwendig, dass der Elektrotechniker Normen kennt und diese auch anwendet, denn sonst ist es nicht möglich, auf lange Sicht leistungsstarke Netzwerkverkabelungen zu installieren.

Was genau bietet Metz Connect in Österreich zum Thema Schulung und Service an?

Paul: Wir ermöglichen unseren Partnern zertifizierte Schulungen, was bedeutet, dass Elektrotechniker, die daran teilnehmen, die Möglichkeit haben, mit dieser Zertifizierung als besonderes Unternehmen unsere Gewährleistungspakete in Anspruch zu nehmen. Diese gilt bis zu 20 Jahren, in denen bei einer Anlage als Gewährleistungsobjekt nicht nur Material ersetzt wird, sondern auch allfällige Kosten für Austausch oder sonstiges übernommen wird. Voraussetzung sind hierbei die Zertifizierung des Partners und der Systemgedanke, die Komponenten aber auch das Kabel müssen eine Einheit bilden.

Welche Philosophie lebt das Unternehmen Metz Connect?

Paul: Ein sehr wichtiger Bestandteil ist die gelebte Handschlagqualität, was versprochen wird, wird auch gehalten. Die Betreuung wird hochgeschrieben in Bezug auf den Servicegedanken, sowohl die Lieferperformance als auch eine offene und ehrliche Kommunikation zum Kunden sind ausschlaggebend – dafür steht Metz Connect als Partner. Wenn wir Verantwortung übernehmen, leben wir sie auch. Wenn unsere Partner Rat, Hilfe oder Unterstützung benötigen, dann versuchen wir, die Probleme auf kurzfristigstem Wege zu lösen. Metz Connect ist mittlerweile seit 40 Jahren am deutschen Markt tätig und nicht umsonst haben wir ein sehr gutes Image, eine sehr gute Markenreputation und werden als einer der Top-Lieferanten in Bezug auf Qualität, Service und Lieferperformance wahrgenommen.

Wie nimmt man als Elektrotechniker Kontakt mit Metz Connect in Österreich auf?

Paul: Am besten direkt über unser Backoffice im Innendienst oder über jene Kontakte, die auf unserer Website angeführt sind. Wir sind gerne dazu bereit, Elektriker vor Ort zu besuchen und ihnen in der Planung, in der Projektierung unser Know-how und unsere Unterstützung anzubieten – auch was das Angebotswesen betrifft. Dafür haben wir eine eigene Abteilung, die pro Jahr rund 5.000 bis 6.000 Angebote für unsere Kunden am Markt erstellt. Auch hier wollen wir den Servicegedanken aufgreifen und ihn auf allen unseren Ebenen aktiv leben.

Vielen Dank für das Gespräch!

www.metz-connect.com

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