ZGS hat zusammen mit dem Hypermarkt der französischen Einzelhandelskette E.Leclerc in Langon ein Pilotprojekt gestartet. Das Ziel: Den stationären Handel durch digitale Transformation stärken. (Bild: ZGS)

E.Leclerc Langon steigert Umsatz mit vernetztem Licht von ZGS:

Das »Internet des Lichts« im Einzelhandel

Den stationären Handel durch digitale Transformation stärken – so lautete das Ziel des Einzelhändlers E.Leclerc im französischen Langon. Zumtobel Group Services (ZGS) begleitet E.Leclerc Langon auf dieser Digitalisierungsreise und testete in einem Pilotprojekt, welchen Mehrwert Lichtkonzepte gekoppelt an das Internet der Dinge (IoT) für den Einzelhandel haben.

Um neue Kundenerlebnisse zu schaffen und mit den Käufern in Kontakt zu treten, nutzen ZGS und E.Leclerc Langon Licht als Infrastruktur. Die neu veröffentlichten Ergebnisse zeigen: Der Umsatz stieg bei ausgewählten Kundengruppen um mehr als 40 %(*) im Vergleich zum Vorjahr. So belegt ZGS mit den Zahlen, dass Retailer von einer vernetzen IoT-Lichtlösung profitieren können. Gleichzeitig gibt das Projekt neue Einblicke, wie das »Internet des Lichts« im Handel zum Einsatz kommen kann und die Kundenbindung im stationären Handel verbessert.

Licht nimmt im Einzelhandel einen hohen Stellenwert ein: Es sorgt nicht nur für die optimale Präsentation von Waren. Im Zuge der Digitalisierung bietet Licht eine neue Form von Dienstleistung. In enger Zusammenarbeit mit ZGS startete eine Filiale der etablierten französischen Einzelhandelskette E.Leclerc in Langon ein Pilotprojekt zum »Internet des Lichts«. Die Vision: eine höhere Interaktion mit den Kunden und einzigartige Shopping-Erlebnisse auf Basis der Lichtinfrastruktur schaffen – und dadurch den stationären Handel stärken. „Mit der Expertise von ZGS und der vernetzten Beleuchtung konnten wir in Langon einen modernen und interaktiven Einkaufsort gestalten, an dem unsere Kunden eine ganz neue Art des Einkaufens erleben“, erklärt Alain Lafforgue, CEO des E.Leclerc Langon.

Für das Pilotprojekt installierte ZGS Bluetooth-Beacons in den vorhandenen Tecton LED smart location Leuchten von Zumtobel. Der Vorteil: Beleuchtung ist überall, vernetzt und digital. Die Beacons nehmen keinen zusätzlichen Platz ein und benötigen keine eigene Stromquelle. Auch die Wartung lässt sich gut kombinieren. Via App auf dem Smartphone stellen die Beacons eine Verbindung zum Kunden her und kommunizieren mit ihm unmittelbar während des Einkaufs. „Beleuchtung ist die ideale Infrastruktur für IoT-Anwendungen“, so Stephane Vasse, Head of IoT Business Development. „Bei diesem Pilotprojekt haben wir Leuchten mit integrierten Beacons und eine Lokalisierungsplattform installiert. Letztere wurde mit dem E.Leclerc-Kundenbindungsprogramm verknüpft. So konnten wir E.Leclerc Langon helfen, das Wissen über ihre Kunden zu erweitern und dadurch noch besser auf ihre Bedürfnisse einzugehen.“ Die Testphase läuft seit Anfang Dezember 2017 – jetzt sind erste Ergebnisse da.

Smartes Licht: Testphase mit erfolgreichem Ergebnis

E.Leclerc Langon informierte drei Testgruppen – 2.260 Kunden aus zwei Kunden-Segmenten (Stammkunden mit hohem Umsatz »Diamant« und Familieneinkäufer »Family«) und 437 Angestellte – per E-Mail über die neue App und deren Funktionen im Shop: von Push-Nachrichten zu standortgebundenen Angeboten über die Unterstützung bei der Produktsuche bis hin zur Möglichkeit, fehlende Produkte anzuzeigen und nachzufragen. Insgesamt 1.119 der Angeschriebenen luden daraufhin die App herunter. Die Anzahl der Nutzer stieg während der Pilotphase kontinuierlich an: 771 Personen setzten die App im Shop aktiv ein. Am Ende der Testphase analysierten E.Leclerc und ZGS das Kaufverhalten der App-User im Vergleich zu den Nicht-App-Nutzern. Die Ergebnisse: Die Push-Nachrichten für ausgewählte Angebote erhöhten den Umsatz in allen drei Testgruppen deutlich(*).

Mobiles Push-Marketing erhöht die Verkaufszahlen

Die Anzeige von Produktempfehlungen und Sonderangeboten auf dem Smartphone der Kunden führte bei E.Leclerc Langon zu einer deutlichen Verkaufssteigerung: In den Kunden-Testgruppen erhöhte sich der Umsatz durch die App-User um 34 % (Diamant) und 42 % (Family) im Vergleich zum Vorjahr. Für die Kunden bedeuten die Push-Nachrichten einen neuartigen Service: Das Smartphone verknüpft sich über die App mit den Beacons. Sobald die Kunden einen bestimmten Bereich betreten, macht es via Push-Nachricht in Echtzeit auf Sonderangebote vor Ort aufmerksam. „Diese neue Art des Marketings bezieht sich auf den Standort des Käufers und bildet die Basis für ganz neue Kundenerlebnisse im Store“, erklärt Tariq Hussain, Head of Strategic Partnerships der Zumtobel Group. „Die direkte Interaktion mit zielgerichteter Ansprache erhöhte sowohl die Verkaufszahlen, die Anzahl der Shop-Besuche als auch die Größe des Warenkorbs.“

Virtuelle Kundeninteraktion via Licht steigert die Kundenzufriedenheit

Das Internet des Lichts ermöglicht E.Leclerc Langon außerdem eine intensivere Kundeninteraktion, zum Beispiel bei der Produktsuche, bzw. der Meldung fehlender Produkte. Die Filiale kann diese Interaktion mit dem Kunden nutzen, um Rückschlüsse auf die Performance der Filiale und das Kaufverhalten des Kunden, wie etwa leere Regale, zu ziehen. Kunden können zusätzlich Feedback über ihre Einkaufserfahrungen direkt über die App an die Filiale weitergeben. Das Pilotprojekt zeigt: „Auf Basis der virtuellen Kundeninteraktion lernen wir unsere Kunden und ihre Wünsche noch besser kennen. Mit diesem Wissen können wir zukünftig ihre Zufriedenheit steigern und damit auch eine stärkere Kundenbindung erzielen“, freut sich Alain Lafforgue. So bestätigt auch ein Testkunde: „Ich finde es gut, dass ich nicht die ganze Zeit auf mein Smartphone schauen muss, sondern dass die App mich durch den Supermarkt führt und mir die Empfehlungen passend zu meinem Standort anzeigt. Die gezielten und persönlichen Sonderangebote haben mich auch dazu motiviert, neue Produkte auszuprobieren.“

* Informationen zum Setup des Pilotprojekts:

  • Das System wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Management Team von E.Leclerc Langon aufgesetzt.
  • Angebote wurden für spezifische Zielgruppen angepasst.
  • Es wurden ausgewählte Kommunikationswege genutzt (Mails, SMS, etc.), um Kunden in das Projekt einzubinden.
  • Januar gilt im Handel als ein neutraler Monat.

www.zgservices.com

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