Das geschützte Haus

Das installierende Blitzschutzunternehmen aus Wien feiert nun sein 60-jähriges Jubiläum und setzt gerade wegen seines traditionell anmutenden Backgrounds auf innovative Technik von Partnern wie dem bayrischen Hersteller von Blitz-, Überspannungsschutz- und Erdungsmaterial J.Pröpster.

Neben den »Gebäuden des Alltags« rüstet Bethmann auch industrielle Anlagen mit speziellen Blitzschutzanlagen aus. (Bildquelle: Bethmann Blitzschutz)Jedes Jahr verursachen Blitzeinschläge Sachschäden in Millionenhöhe. Zu den aktivsten Gewittergebieten Europas zählt auch der Süden Österreichs mit mehr als fünf Blitzen pro Jahr und km. Das Risiko, dass es in Gebäuden dieser Regionen zu Blitzeinschlägen kommt, ist verhältnismäßig hoch. Welche Kräfte dabei frei werden, wird einem klar, wenn man weiß, dass negative Blitze einen Medianwert von 10 kA aufweisen. Neben der Blitzdichte sind aber auch noch andere Faktoren relevant – so muss sowohl die Auffangfläche des Objektes als auch der Umgebungskoeffizient bei der Anzahl der zu erwartenden Direkteinschläge berücksichtigt werden.

Als »Radom« bezeichnet man den kugelförmigen Teil um die Radarantennen – er dient der Radaranlage des Österreichischen Bundesheeres als Schutzhülle vor Witterungseinflüssen. (Bildquelle: Bethmann Blitzschutz)Vom Denkmal bis hin zu exponierten Lagen
Apropos Objekt – neben Gebäuden sind vor allem Denkmäler besonders gefährdet, von Blitzen getroffen zu werden. Gerhard Pelikan, Geschäftsführer der Firma Bethmann Blitzschutz dazu: „Da derartige Bauwerke in der Regel frei stehen, ist die Einschlagwahrscheinlichkeit relativ hoch. Eine besondere Herausforderung in solchen Fällen ist das Anbringen der Fangleitung. Als Blitzschutzunternehmen mit 60 Jahren Erfahrung wissen wir um die Problemstellung Bescheid und gehen bei diesen Projekten besonders sensibel vor. Der Blick des Betrachters soll nicht in erster Linie auf die Fangleitung gerichtet werden. Im Gegenteil, der Verlauf muss so gewählt werden, dass die Technik in den Hintergrund rückt.” Eine der zahlreichen eindrucksvollen Belege dafür, wie unauffällig die Fangleitung verlegt werden muss, ist das berühmte Reiterdenkmal in der Wiener Hofburg, das Pelikan und sein Team von Bethmann realisiert haben. Natürlich liegt das Hauptaugenmerk von Bethmann nicht alleine auf dem äußeren Blitzschutz von Denkmälern. Wohn-, Büro und Fertigungsgebäude gehören genauso zum Portfolio des Unternehmens wie Anlagen, die einem besonderem Sicherheitsaspekt unterliegen. So installierte Bethmann erst kürzlich eine neue Blitzschutzanlage an einer ortsfesten Radaranlage des Österreichischen Bundesheeres, die als Teil der Luftraumüberwachung dient. Das sogenannte Radom bildet den rundförmigen Teil um die Radarantennen und dient als Schutzhülle vor Witterungseinflüssen.
Bethmann hat aber nicht nur das Bundesheer »am Radar« – das Team rund um Gerhard Pelikan zählt vor allem Baufirmen, Hausverwaltungen, Industrie, Wiener Wohnen, Gemeinde Wien und zahlreiche Elektriker zu den Kunden.

Ein »must-have«
SAT-Anlagen auf Wohngebäuden sind häufiges Ziel von Blitzeinschlägen. Die Blitzschutzanlagen von Bethmann lösen das Problem. (Bildquelle: Bethmann Blitzschutz)Als unbedingt notwendig betrachtet Bethmann den Blitzschutz vor allem bei exponiert platzierten Geräten und Anlagen auf Dächern wie etwa SAT-, Photovoltaik- und Solar-Anlagen als Gefahrenquelle: „Werden solche Anlagen neu errichtet, müssen sie in bestehende Systeme integriert werden. Auf Wunsch errichten wir auch Satellitenantennen-Tragegestelle (SAT- Gestelle) auf Steil- und Flachdächern und integrieren sie in das bestehende Blitzschutzsystem”, so Pelikan.

Bauherren, die Bethmann einen Auftrag erteilen, bekommen eine umfangreiche Dokumentation zur Verfügung gestellt – dazu zählen auch CAD-Pläne. (Bildquelle: Bethmann Blitzschutz)Durchgängige Dokumentation
Besonderen Wert legt der Geschäftsführer auf die Tatsache, dass Bethmann seine Anlagen selbst plant und jeder Auftraggeber eine durchgängige Dokumentation erwarten kann: „Wir erstellen bei jedem Auftrag 3D-CAD-Pläne mittels AutoCAD bzw. DDS, um das Blitzkugelverfahren zur Ermittlung der Blitzschutzanlage darstellen zu können – das ist ein Service, das in unserer Branche nicht alltäglich ist”, unterstreicht Pelikan. Selbst Standort bezogene Windlastberechnungen und statische Nachweise sind für Bethmann Teil der Serviceleistungen.

Wichtige Partner aus der Industrie
Das Know-how von Bethmann Blitzschutz basiert einerseits auf 60-jähriger Erfahrung und andererseits auf Mitarbeiter, die stets den aktuellen Anforderungen für die Errichtung von Blitzschutz- und Erdungsanlagen laut ÖVE/ÖNORM gerecht werden. (Bildquelle: Bethmann Blitzschutz)Unterstützt wird Bethmann vor allem durch Firmen, die ebenso flexibel sind wie sie selbst – so auch vom deutschen Hersteller von Blitz-, Überspannungsschutz- und Erdungsmaterial J.Pröpster. „Unternehmen wie Pröpster verfolgen eine ähnliche Philosophie wie wir selbst. Sie sind familiengeführt, das Wort, das man einander gibt, hält und sie agieren flexibel. Pröpster zum Beispiel hat uns schon mehrmals auf besondere Art und Weise unterstützt – wenn bei bestimmten Projekten aus speziellen Gründen Sonderformen notwendig waren, dann hatte das Team von Pröpster jedesmal eine Lösung parat”, so Pelikan.

Die Mitarbeiter von Bethmann Blitzschutz werden regelmäßig Schulungen unterzogen – einer der Ausbildungsschwerpunkte gilt dem Industrieklettern. (Bildquelle: Bethmann Blitzschutz)Immer am letzten Stand
Ganz oben auf der Liste der Prioritäten steht für Bethmann, die Monteure regelmäßig zu schulen: „Auf die Ausbildung unseres Teams legen wir besonderen Wert. Denn abgesehen davon, dass unsere Mitarbeiter produkttechnisch als auch hinsichtlich der Normen und Vorschriften stets am Laufenden sind, wird die Mannschaft laufend Schulungen im Bereich der Sicherheit unterzogen. Zu den Ausbildungen zählen unter anderem Lehrgänge bei der Höhenwerkstatt, in denen das Industrieklettern im Vordergrund steht”, konkretisiert Pelikan das Thema.

Leistungsportfolio

  • Der Fuhrpark von Bethmann Blitzschutz ist dem Unternehmensleitbild getreu immer am neuesten Stand der Technik. (Bildquelle: Bethmann Blitzschutz)Blitzschutz: Der Blitzschutz dient dem Schutz baulicher Anlagen gegen Blitzeinwirkung sowohl für Personen, Installationen und Einrichtungen.
  • Äußerer Blitzschutz: Der äußere Blitzschutz bietet Schutz bei Blitzeinschlägen, die direkt in die zu schützende Anlage erfolgen. Er besteht aus Fangeinrichtungen, Ableitungsanlage und Erdungsanlage.
  • Innerer Blitzschutz: Der innere Blitzschutz ist die Gesamtheit der Maßnahmen gegen Auswirkungen des Blitzstromes und der Blitzspannung auf Installationen, sowie auf elektrische und elektronische Anlagen (Überspannungsschutz).
  • Prüfung von Blitzschutzanlagen: Blitzschutzanlagen sind in regelmäßigen Zeitabständen nach der verbindlichen Norm ÖVE/ÖNORM E 8049-1/2001(Österreichische Blitzschutznormung) zu überprüfen und das Prüfergebnis ist in einem Protokoll zu dokumentieren.

Firmenhistorie

  • In den Fahrzeugen der Monteure findet sich nichts, was es im Bereich des Blitzschutzes nicht gibt: „Bei der Fahrzeugeinrichtung lasse ich meinen Mitarbeitern stets freie Hand – immerhin müssen sie damit im Arbeitsalltag zurechtkommen“, meint Geschäftsführer Gerhard Pelikan. (Bildquelle: Bethmann Blitzschutz)3. Oktober 1955: Gründung des Einzelunternehmens Elektrogeräteverkauf »EGV« durch Günther H. Bethmann und Henriette Bethmann mit dem ersten Firmenstandort in der Operngasse im 4. Wiener Gemeindebezirk, und seit 1962 in der Pressgasse 14–16
  • 17. Jänner 1966: Erhalt der Blitzschutzkonzession – ab sofort entwickelt sich die Firma zum Spezialisten für die Planung und Ausführung von Blitzschutz- und Erdungsanlagen in ganz Österreich
  • 1979: Fortführung des Unternehmens durch Henriette Bethmann als Witwenbetrieb
  • 1989: Gerhard Roch übernimmt als Schwiegersohn die Geschäftsführung
  • 5. September 1991: Gründung der Gesellschaft mbH
  • 1995: Übernahme der Geschäftsleitung durch Marieluise Roch und ihre Tochter Mag. Bettina Vrana
  • 2002: Das Unternehmen wird von den beiden Eigentümern Günther Bethmann und Rudolf Stimakovits als gleichgestellte Geschäftsführer geleitet
  • seit Mai 2011: Nach mehr als 30-jähriger Erfahrung in der Branche übernahm Gerhard Pelikan das Unternehmen
  • seit April 2015 ISO 9001 und SCC zertifiziert

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