Caverion Capital Markets Day

Weitere Vorträge des Caverion Top-Managements beinhalteten die Aussichten für die beiden Kern-Geschäftsfelder Gebäudetechnik und Facility Services, die finanziellen Leistungen des Konzerns, die Markt- und Wettbewerbssituation sowie die Wachstums- und Akquisitionschancen.

President und CEO Juhani Pitkäkoski
„Während der strategischen Periode 2014 bis 2016 liegt unser Fokus ganz klar auf der operativen Effizienz. Caverion strebt danach, das führende und effizienteste Gebäudetechnik-Unternehmen in Europa zu sein. Dabei sind die strategischen Kern-Ziele eine wachsende Profitabilität in Nordeuropa, starkes Wachstum – organisch und durch Akquisitionen – in Zentraleuropa sowie die Entwicklung umfangreicher neuer und weiterentwickelter Projekte und Services. Unser Ausblick ist unverändert. Wir wiederholen unsere Schätzung vom Juni 2013, wonach der Umsatz des Konzerns in der zweiten Jahreshälfte 2013 mehr als 1,3 Mrd. Euro und der EBITDA über 50 Millionen Euro betragen wird.”

Langfristige finanzielle Ziele um das neue Ziel Working Capital aktualisiert
Caverion gab seine aktualisierten finanziellen Ziele für die strategische Periode 2014-2016 am 1. November bekannt. Das Ziel des operativen Cash Flows nach Investitionen wurde durch das Ziel des Working Capital ersetzt. Die langfristigen finanziellen Ziele des Konzerns bis Ende 2016 umfassen jährliches Umsatzwachstum um mehr als 10 Prozent, ein EBITDA über sechs Prozent sowie negatives Working Capital. Der Konzern strebt danach, mindestens 50 Prozent des Ergebnisses nach Steuern pro Jahr (ohne Zeitwert) als Dividende und für Tilgungen zu verwenden.
Caverions Stärken im Wettbewerb beinhalten umfassenden Facility Service, die gesamte Palette an Gebäudetechnik über den kompletten Lebenszyklus von Immobilien, umfangreiche geografische Ausdehnung in 13 Ländern und eine starke Marktposition in allen Kern-Ländern. Der Konzern hat eine starke technologische Expertise mit eigenen innovativen Lösungen; Energieeffizienz ist Teil aller Dienstleistungen und Lösungen. Geringes eingesetztes Kapital, ein großer Kundenstamm und ein signifikanter Anteil an Facility Services liefern die Grundlage für einen starken und stabilen Cash Flow.

Akquisitionen vor allem im deutschsprachigen Raum
Caverion strebt nach Umsatz-Wachstum sowohl organisch als auch durch Akquisitionen. Das organische Wachstum wird vor allem durch die Zunahme des Facility Services-Anteils und deren Langzeitverträge verfolgt. Auch der Anteil an Design & Build-Projekten soll gesteigert werden.
„Ungefähr die Hälfte des Umsatzwachstums wollen wir durch Akquisitionen erreichen. Sie sollen vor allem im deutschsprachigen Raum stattfinden. Unsere Erfolgsgeschichte basiert auf Akquisitionen”, so Juhani Pitkäkoski.

Starke Marktposition mit Wachstumspotential
Sakari Toikkanen, Senior Vice President für Business Development, erklärte in seinem Vortrag, dass es ein Ziel sei, auch in Zukunft regelmäßig große Zukäufe durchzuführen. Caverion habe ein starkes Wachstumspotential in den zerklüfteten Gebäudetechnik-Märkten in Europa. Nach seiner Schätzung habe Caverion die erste Stelle im finnischen und norwegischen Gebäudetechnik-Markt inne, hält Position drei in Schweden, Dänemark und Österreich und ist unter den fünf führenden Anbietern in Deutschland.
In der näheren Zukunft erwartet Caverion ein zurückhaltendes Wachstum in den Kern-Märkten. Für Facility Services wird eine stabile Nachfrage für 2014-2015 erwartet. Im Nicht-Wohnungsbau steigt das Volumen moderat. Der größer werdende Anteil an Technik in Gebäuden, ein wachsender Bedarf an Energieeffizienz, sowie die Digitalisierung und Automation von Gebäudetechnik unterstützen die Nachfrage nach dem Angebot von Caverion.

Den Business-Mix in Projekten verbessern
Karl-Walter Schuster, Building Services Central Europe und Project Excellence, erläuterte die Verbesserung des Business-Mix in Projekten und stellte die Möglichkeiten vor, die sich aus Design & Build Projekten ergeben. Ist das Unternehmen bereits bei der Planungsphase eines Projekts involviert, ergeben sich bessere Margen als in Projekten, die traditionell zu einem späteren Zeitpunkt vergeben werden. Diese langfristigen und anspruchsvollen Prozesse sind weniger wettbewerbsintensiv. Forschung und Entwicklung sowie eigene Produkte sind für Caverion klare Stärken im Projektgeschäft. Das eigene F+E-Zentrum in Aachen hat sich auf zukunftsweisende Produkte aus den Bereichen Lüftung, Kälte und Heizung spezialisiert.

Effizienz im Service ist wichtigster Faktor für Steigerung der Profitabilität
Matti Malmberg, Building Services Northern Europe und Service Efficiency, sprach über die Effizienz im Service, die als wichtigster Faktor für die Steigerung der Profitabilität bei Caverion gilt. Sehr wichtig sind auch die kontinuierliche Weiterentwicklung der Dienstleistungen und eingesetzten IT Tools. Das Ziel des Konzerns ist es, den Anteil an langfristigen Facility Services-Verträgen zu steigern. Das gelingt durch die Ausschöpfung des Potentials des ServiFlexTM-Konzepts, einem Schwerpunkt auf technisches Facility Management und dem Mehrwert für Kunden bei Gebäudeautomation und Energieeffizienz.

Fokus auf Cash Flow und Wirksamkeit des Kapitals
Antti Heinlola, CFO, stellte die finanzielle Leistung des Konzerns vor. Das dritte Quartal 2013 war das erste Quartal für Caverion als unabhängiger Konzern. Hier konnte eine Steigerung der Profitabilität gegenüber dem Plan festgestellt werden. Der EBITDA für den Zeitraum Juli bis September lag zwar niedriger als im Vorjahreszeitraum, hatte sich aber im zweiten aufeinanderfolgenden Quartal gesteigert. Heinola betonte, dass die richtige Größe für einen Konzern ausschlaggebend für die Erhöhung der Gewinnmarge sei.
Eine gezieltere Auswahl an Projekten hat zu einem Rückgang des Umsatzes während des dritten Quartals geführt. Jedoch wird sich ein gesteigerter Auftragseingang, besonders in Deutschland, positiv auf die Entwicklung des Umsatzes im ersten Halbjahr 2014 auswirken. Der Auftragsbestand des Konzerns ist seit Dezember 2012 um acht Prozent gestiegen, in Zentraleuropa sogar um 31 Prozent.
Caverion strebt danach, den Cash Flow durch die Senkung des Working Capitals zu steigern. Ende September lag das Working Capital bei 120 Millionen Euro. Ein negatives Working Capital bis Ende 2016 will der Konzern durch geschäftsbedingte Forderungen und Verbindlichkeiten erreichen.

 

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