Jahres-PK der Bosch-Gruppe in Österreich 2018
Im Bild: Dr. Klaus Peter Fouquet, Bosch Österreich-Chef, beim Jahres-Pressegespräch 2018 der Bosch-Gruppe in Österreich. (Copyright: Robert Bosch AG/APA-Fotoservice/Schedl)

Jahres-Pressegespräch 2018 in Wien:

Bosch baut Aktivitäten in Österreich erneut aus

Das Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch konnte im Geschäftsjahr 2017 seinen Umsatz auf dem österreichischen Markt um rund acht Prozent auf 1,25 Milliarden Euro steigern. „Wir haben einen Rekordwert beim Umsatz erzielt. Alle Unternehmensbereiche trugen zur positiven Entwicklung bei“, sagte Dr. Klaus Peter Fouquet, Alleinvorstand der Robert Bosch AG und Repräsentant der Bosch-Gruppe in Österreich. Die Zahl der Mitarbeiter bei Bosch in Österreich blieb 2017 mit rund 2 900 auf Vorjahresniveau.

„Österreich bleibt ein wichtiger Markt für Bosch“, sagte Fouquet. Bosch ist in Österreich gut in das Jahr 2018 gestartet. Der Umsatz von Bosch Österreich liegt im ersten Quartal 2018 über Vorjahr. „Wir sehen für das Jahr 2018 weiterhin günstige Wachstums- und Ertragsperspektiven“, so der Bosch-Manager. 2018 ist für Bosch in Österreich ein besonderes Jahr. Am 1. Juli 1918 wurde die Robert Bosch GmbH in Wien gegründet. Somit ist Bosch in Österreich seit nunmehr 100 Jahren mit einer eigenen Regionalgesellschaft vertreten.

Umsatzentwicklung nach Unternehmensbereichen

Im Unternehmensbereich Mobility Solutions verzeichnete Bosch im Geschäftsjahr 2017 in Österreich ein besonders starkes Wachstum. Zu dieser Entwicklung hat vor allem das gute Geschäft im Erstausrüstungsbereich beigetragen wie auch die anhaltend große Nachfrage nach Einspritzsystemen für Großmotoren und nach Abgasnachbehandlungssystemen, auf die das Bosch-Werk in Hallein konzentriert ist. Erfreulich entwickelte sich im Berichtsjahr der Unternehmensbereich Energy and Building Technology, was auf den positiven Geschäftsverlauf mit Produkten der Gebäudesicherheit und Thermotechnik zurückzuführen ist. In den Unternehmensbereichen Industrial Technology und Consumer Goods verlief die Entwicklung in Österreich im Vorjahr ebenfalls positiv. Dies basiert vorrangig auf der starken Nachfrage nach Industrietechnik in der Kunststoff- und Maschinenbau-Branche sowie nach Hausgeräten von Bosch in Österreich.

Investitionen in die Zukunft

Wie in den Vorjahren hat Bosch in Österreich auch 2017 wichtige Zukunftsprojekte fortgeführt. Dazu zählten Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen von mehr als 120 Millionen Euro wie auch Investitionen von 23,8 Millionen Euro. Das Investitionsvolumen wurde 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 13,1 Prozent gesteigert. Zurückzuführen ist das beispielsweise auf die Wiederbesiedelung des Bosch-Standorts in Wien Simmering oder die Modernisierung der Infrastruktur im Halleiner Bosch-Werk. Zudem wurde im Dezember des Vorjahres in Wien der erste Bosch Store Europas eröffnet. „Auf rund 400 m2 Storefläche kann man mitten in Wien Europas Haushaltsgroßgeräte-Marke Nummer 1 erleben und neben Bosch-Hausgeräten auch Smart Home Devices von Bosch erwerben“, erklärte Fouquet.

Erfolgreich Innovationen vorantreiben

An den Standorten Wien, Linz und Hallein betreibt Bosch internationale Entwicklungs-Kompetenzzentren für Mobilitätstechnik. Damit ist Österreich innerhalb der Bosch-Gruppe ein wichtiger Entwicklungsstandort für alle Antriebsarten. Zudem bilden die Entwickler am Wiener Standort das gesamte Software-Know-how zum Thema Internet der Dinge ab. Dabei leisten sie innerhalb der Bosch-Gruppe wertvolle Beiträge bei der Entstehung innovativer Lösungen in Bereichen wie Connected Mobility oder Smart Home. Im Entwicklungsbereich beschäftigt das Unternehmen in Österreich mehr als 1.000 Mitarbeiter. „Und wir sind weiterhin auf der Suche nach den besten Köpfen in Österreich. Allein im Entwicklungsbereich wollen wir heuer zusätzlich 95 Ingenieure einstellen“, betonte Fouquet.

Innovative Diesel-Technik: Rekordwerte bei Stickoxid-Emissionen

Einen Durchbruch hat Bosch jetzt bei der Diesel-Technologie erzielt: Mit der nun präsentierten Diesel-Technik ist es den Entwicklern gelungen, die Stickoxid-Emissionen massiv zu senken. Die mit der verfeinerten Technik ausgestatteten Testfahrzeuge emittieren durchschnittlich nur 13 Milligramm Stickoxid pro Kilometer. „Der Diesel hat Zukunft. Wir glauben unverändert, dass der Diesel eine wichtige Rolle im Antriebsmix der Mobilität von morgen spielen wird“, so der Bosch-Manager.

Bosch-Gruppe: Strategie und Geschäftsausblick 2018

Bosch will auch 2018 in schwierigem Umfeld weiter wachsen. Nach dem Rekordjahr 2017 erwartet die Bosch-Gruppe für das laufende Jahr bedingt durch konjunkturelle und geopolitische Risiken ein Umsatzwachstum zwischen zwei und drei Prozent. In den ersten drei Monaten lag der Umsatz des Technologie- und Dienstleistungsunternehmens auf dem hohen Niveau des Vorjahresquartals, wechselkursbereinigt rund fünf Prozent darüber. „Wie kein anderes Unternehmen können wir umfangreiche Vernetzungskompetenz mit breitem Branchen- und Produkt-Know-how kombinieren. Das ist das Alleinstellungsmerkmal von Bosch“, erklärte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, anlässlich der Bilanzpressekonferenz in Renningen. Insbesondere die Verbesserung der Lebensqualität sowie den Umwelt- und Klimaschutz sieht Denner als wesentliche Aufgaben für Bosch: „Unser Leitmotiv »Technik fürs Leben« motiviert uns, die bestmögliche Technik für den Umweltschutz zu entwickeln und einzusetzen. Wir wollen Menschen Mobilität und gleichzeitig gute Luftqualität ermöglichen.“ Um den möglichst emissionsfreien Verkehr zu verwirklichen, investiert das Unternehmen deshalb hohe Summen sowohl in den Markterfolg der Elektromobilität als auch in die Weiterentwicklung des Verbrennungsmotors.

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