Blick in die Zukunft

Zunächst die positive Nachricht von Ing. Harald Steindl und Ing. Walter Thornton, beide Geschäftsführer von Mocom: Die Wirtschaftskrise scheint aus Sicht der beiden überwunden, die Nachfrage nach Audio/Video- und Beschallungssystemen steigt. Die Pipeline füllt sich wieder mit Aufträgen – sowohl im Commercial-  als auch im Residential-Bereich. Die positiven Zeichen waren schon im ersten Quartal dieses Jahres zu sehen; auch auf den internationalen Messen zeigten sich erste Anzeichen eines Konzentrationsprozesses. Die großen Anbieter werden laut Steindl immer professioneller und die kleinen stagnieren.

Stiefkind Vertrieb

Ein Problem bleibe aber der Vertrieb, der in der Branche traditionell unterrepräsentiert ist. Harald Steindl klagt darüber, dass im Commercial Bereich die Spezialisierung und das mangelnde Interesse der Planer zunehmend zum Problem werden – er vermisst in Österreich ausreichend Medientechnik-Planer sowie den Druck des Kunden nach professioneller Beratung im Pre-Sales Bereich. Viele wirtschaftlich gute und interessante Projekte würden dadurch nicht umgesetzt. Ärgerlich angesichts der Tatsache, dass die Anwendungsmöglichkeiten für Systemlösungen mehr und mehr zunehmen – ganz synchron der Tatsache, dass die Audio/Video- Kommunikation in immer mehr Bereiche des täglichen Lebens vordringt.

 

 

 

Immer noch Dienstleistungmarkt

Die Preise der Hardware sind in den letzten Jahren teilweise signifikant gefallen –  dazu tragen laut Walter Thornton auch iPad & Co bei. Es sei jedoch ein Irrglaube, dass man hier von einem Massenmarkt sprechen könne – Heimautomation sei noch immer, und bleibt es möglicherweise, ein Dienstleistungs-Markt. Nicht alle sozialen Schichten können oder seien bereit, für Dienstleistung zu bezahlen. Thornton zufolge wird es einen »DIY« Do-It-Yourself-Markt geben, dieser jedoch in völliger Unabhängigkeit zu den Systemlösungsanbietern stehen. Dies beweise der US-Markt, auf dem schon seit mehr als 20 Jahren solche Systeme verkauft werden – vergleichbar mit Conrad & Co hierzulande. 

Wachstum

Wie stark das Marktwachstum auch von der Innovationsbereitschaft der öffentlichen Hand abhängig ist, zeigen die folgenden Beispiele an Einsatzmöglichkeiten / -erforderlichkeiten der Audio/Video-Kommunikation.
Sicherheit: Ein wichtiger Bereich ist Steindl zufolge Polizei und Militär – in praktisch allen Ländern Europas ist das ein sehr großer Markt, nur in Österreich ist er signifikant unterrepräsentiert. Investitionen und Ausstattungen finden nicht im europäischen Vergleich statt.
Behörden: Die Behörden werden über kurz oder lang »virtuelle« Bürgernähe bieten müssen. Video Conferencing bei Ämtern, Gerichten und ähnlichen öffentlichen Einrichtungen ist nur mehr eine Frage der Zeit. Der politische Druck dahingehend ist noch nicht zu spüren – wird aber nicht ausbleiben. Das virtuelle Amt als Servicestelle oder das transparente Parlament sind nur zwei Beispiele dafür.
Bildung: Im Bildung/Schulen und UNI-Bereich steht die Branche vor einem Durchbruch, der vor einigen Jahren in England begann und nun über Nord-Deutschland und Benelux langsam auch nach Österreich kommt. Es besteht ein großer Aufholbedarf an Ressource- & Systemmanagement, SLA (Service Level Agreement) sowie ein massiver Umrüstbedarf aufgrund der Digitalisierung; außerdem steht ein Umstieg auf HDMI & Display Port bevor – bedingt durch die Ablösung von VGA. Sicher ist auf jeden Fall: Die Zukunft des Klassenzimmers ist digital!
Gesundheitsbereich: Der stetig steigende Kostendruck in den Arztpraxen und Spitälern wird Tele-Medizin erzwingen; Collaboration und andere Kosten sparende Technologien sind Beispiele dafür. Die Angst vor Kunstfehlern begünstigt Expertensysteme sowie Know How-Management – dafür werden viele innerbetriebliche Schulungen benötigt und diese erfordern umfangreiche Audio-/Videoanlagen.

 

Über den Wolken…

Neben seiner Tätigkeit als österreichischer Distributor wird Mocom im zweiten Halbjahr 2011 ein weiteres Geschäftsfeld eröffnen und gemeinsam mit einem US-amerikanischen Partner ein Cloud-basiertes Remote Monitoring und eine Serviceplattform anbieten. Diese ermöglicht es dem Integrator, ein kostengünstiges Package für den Endkunden schnüren zu können, ohne die enormen Setupkosten für solch eine Plattform investieren zu müssen. Stattdessen liefert der Integrator eine Black Box mit seinem System und konfiguriert gemeinsam mit Mocom die zu überwachenden Parameter. Ab dann läuft das System völlig selbständig und meldet zuverlässig alle Anomalien des Systems gemäß der gewünschte Notifikations- und Eskalationsstrategie. Nur so ein System mit proaktivem Service kann langfristige Kundenzufriedenheit garantieren! Eine Behauptung, deren Richtigkeit die EDV-Branche schon längst bewiesen hat.


www.mocom.at

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