Aufbruchsstimmung

Von PANEIA-Austria haben wir schon einmal berichtet, als es Anfang Sommer 2015 ein erstes Kennenlernen der zukünftigen Mitglieder gab. Nun ging es ans Eingemachte, nämlich zur Gründerversammlung der PANEIA-Austria, bei der sich die Gründungsmitglieder trafen und dabei die wesentlichen Aspekte klärten. Wofür aber steht der Verein, wem nützt er und was soll er bewirken?

Zur Erinnerung: Die »PANEIA – Pan European Infrared Alliance« wurde vom gebürtigen Tiroler Oswald Oberladstätter initiiert, der nun als Vertreter der Dachorganisation PANEIA Europe bei der Gründerversammlung des österreichischen Ablegers anwesend war. Das Ziel von PANEIA lässt sich kurz und bündig auf einen Satz reduzieren: „PANEIA beschäftigt sich mit Elektro-Infrarotheizungen, die in Kombination mit unterschiedlichen Technologien zur Verbesserung der Energieeffizienz beitragen und dabei den Kundennutzen in den Vordergrund stellen“, formuliert es Günther Hraby als Gründungsmitglied, der bei dieser Versammlung auch zum Obmann des Vereins gewählt wurde.

Die Synergien dahinterAuf der Gründerversammlung von PANEIA Austria in Graz wurden die grundlegenden Richtlinien und Statuten beschlossen. „Als Verein stehen unsere Türen allen potenziellen Interessenten natürlich immer offen“, betonte Günther Hraby.
Hinter dieser Verkürzung stehen aber mehrere Aspekte, die den Mitgliedern und so auch der Branche Vorteile bringen sollen. Denn „PANEIA besteht aus allen, die mit der Infrarotheizungstechnologie zu tun haben. Also nicht nur die Hersteller von Infrarotheizgeräten, sondern auch Elektroinstallateure, Bauunternehmen oder Planer. Also diejenigen, die mit der Technologie vertraut sind und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zur Verbesserung der Gesamtsituation beitragen können“, so Oberladstätter. „Wir wollen hier eine Plattform schaffen, die sich primär um die Torwächter der Bauindustrie, also um die Planer und die Behörden, kümmert. Über diesen Weg wird ein wesentlich besserer Marktzugang geschaffen.“
Der erste Schritt wird die Schaffung einer gemeinsamen Sichtweise in Form von Standards und Normen zum Thema sein, die nicht mehr nur aus Behauptungen, sondern aus nachvollziehbaren Fakten besteht. So ist zum Beispiel ein Projekt in Zusammenarbeit mit mehreren HTBLA’s in Vorbereitung, in denen bei infrarotbeheizten Versuchshäuschen aus unterschiedlichen Baumaterialien die Energieeffizienz und wichtige bauphsikalische Daten gemessen werden sollen. Damit stehen dann reale Messdaten unter absolut identen Rahmenbedingungen zur Verfügung, die es bislang so nicht gab. „Entscheidungsträgern können damit echte Ergebnisse präsentiert werden. Das sind dann keine haltlosen Behauptungen mehr, sondern nachgewiesene Fakten, die universitär begleitet und auf gemeinsamer, europäischer Ebene abgestimmt, den Stand des Wissens repräsentieren. Diese Versuchsanordnung auf österreichischem Boden zu haben, würde der heimischen Infrarotheizungstechnik einen gehörigen Schub verleihen,“ erläuterte Hraby eines der ersten Vorhaben des Vereins.
Wer wird Obmann? Diese Frage war schnell geklärt. Als Initiator der bisherigen PANEIA-Versammlungen war Günther Hraby die logische Wahl. Ein weiteres Ziel von PANEIA Europe ist die Etablierung von systembasierten Seminaren. In diesen soll der Blick auf das Zusammenspiel mehrerer komplementärer Systeme gerichtet sein, die im Ganzen eine möglichst optimierte Energieeffizienz, bezogen auf das Raumklima ermöglichen. „Ein wesentlicher Teil des Effizienz-Konzeptes stellt nun einmal, neben anderen Systemen wie Photovoltaik, Stromspeicher, Regelungssystemen oder Baumaterialien, die Infrarotheizung dar“, so Oberladstätter. Die Infrarotheizung wird damit als wichtiges Einzelprodukt in einem Systemverbund gesehen. Diese Seminare werden in erster Linie Architekten, Fachplaner und Energieberater ansprechen und über diesen Weg den oben beschriebenen Marktzugang erleichtern.

Deshalb versteht sich PANEIA-Austria auch als ein Verein, dessen Selbstzweck dahin gerichtet ist, einen verbesserten Kundennutzen speziell für Planer und Behörden herzustellen. Der Gang an die Öffentlichkeit ist zwar vorgesehen, kann aber erst beginnen, wenn ein „rundes Paket geschnürt wurde, das dem Kunden ein klares Konzept präsentiert“, so Hraby. Das i-Magazin, als künftiges Sprachrohr von PANEIA-Austria, wird in jedem Fall dran bleiben und über die weiteren Aktivitäten berichten.

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