In den Betrieben schreitet der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und fortschrittlicher Robotertechnik – unabhängig davon, ob die Politik bereit ist oder nicht – schnell voran. (Bild: pixabay)

»Automation Readiness Index«:

ABB und The Economist präsentieren globales Ranking zu Robotik und Künstlicher Intelligenz

Moderne Automatisierung kann bessere, anspruchsvollere Arbeitsplätze für den Menschen schaffen. Um besser auf die Jobs von morgen vorbereitet zu sein, müssen einer neuen Studie zufolge aber selbst gut gerüstete Länder ihre Aus- und Weiterbildungskonzepte überdenken.

Südkorea, Deutschland und Singapur stehen bei der Vorbereitung ihrer Wirtschaft auf die reibungslose Integration der smarten Automation weltweit an der Spitze. Das zeigt ein von ABB und der Intelligence Unit der Zeitschrift The Economist veröffentlichter Bericht mit dem Titel »The Automation Readiness Index (ARI): Who Is Ready for the Coming Wave of Innovation?«

Dem erstmals erstellten Bericht zufolge müssen jedoch selbst die am besten vorbereiteten Länder eine effizientere Bildungspolitik und Ausbildungsprogramme entwickeln und ihr Augenmerk verstärkt auf die kontinuierliche Weiterbildung richten.

Damit, so empfehlen die Autoren, soll sichergestellt werden, dass Menschen angesichts des schnell fortschreitenden Einsatzes von Automationstechnologien und Künstlicher Intelligenz (KI) besser auf neue, menschorientiere Jobs vorbereitet werden, die entstehen werden, wenn Routineaufgaben mehr und mehr automatisiert und von Robotern und Algorithmen übernommen werden.

„Der Bericht zeigt deutlich das Erfolgsmuster für die Zukunft auf. Wir müssen diese Empfehlungen zu unserem Vorteil nutzen”, betonte Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB. „Das Innovationstempo ist so hoch, und die Arbeitswelt verändert sich so schnell, dass heute jeder Zugang zu lebenslangem Lernen haben muss. Das menschliche Potenzial auf verantwortliche Weise durch Technologie zu unterstützen, und gleichzeitig für Aus- und Weiterbildung zu sorgen, ist eine Chance für Wohlstand und Wachstum.“

Der Bericht, für den der Automatisierungs-Status von 25 Ländern untersucht und bewertet wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass eine ganze Reihe von Nationen bei der Bewältigung der durch Künstliche Intelligenz und roboterbasierte Automation geschaffenen Chancen und Herausforderungen noch ganz am Anfang stehen. „Wenn die Politik“, so heißt es dort, „mit der Automatisierung Schritt halten will, müssen Regierung, Industrie, Bildungsfachleute und sonstige Interessenvertreter enger zusammenarbeiten.“

In den Betrieben schreitet der Einsatz von Künstlicher Intelligenz und fortschrittlicher Robotertechnik – unabhängig davon, ob die Politik bereit ist oder nicht – schnell voran. Je schneller sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren fortsetzt, desto deutlicher werden die Auswirkungen auf Wirtschaft und Arbeitswelt sichtbar und desto dringlicher die Notwendigkeit zur Umsetzung konzertierter Bildungs- und Ausbildungskonzepte.

Dem ARI zufolge gehören neben dem Spitzentrio Südkorea, Deutschland und Singapur noch Japan, Kanada, Estland, Frankreich, das Vereinigte Königreich, die Vereinigten Staaten und Australien zu den Top Ten der am besten für diese Umwälzung gerüsteten Länder.

Die Analyse beruht auf einem neuen, von der Intelligence Unit des The Economist eigens entwickelten Index sowie auf einer Reihe ausführlicher Gespräche mit Fachleuten aus der ganzen Welt. Der Bewertung liegen insgesamt 52 qualitative und quantitative Indikatoren zugrunde, die in Absprache mit Automationsexperten und Persönlichkeiten aus der Bildung und Wirtschaft ausgewählt wurden.

Mit dem kollaborativen Roboter YuMi und ABB AbilityTM, dem branchenübergreifenden Portfolio digitaler Lösungen für die Überwachung und Steuerung von Automationssystemen, unterstützt ABB Hersteller bei der Weiterentwicklung der Fabrik der Zukunft, in der Menschen ein zentrales Element bleiben und Seite an Seite mit Robotern arbeiten werden.

Dieses neue Modell der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine hat das Potenzial, die Arbeitskräfte der Zukunft von eintönigen, körperlich anstrengenden oder gefährlichen Aufgaben zu befreien. Stattdessen werden sie ihre Zeit und Energie in höherwertige Aufgaben investieren und mit menschlichen Fähigkeiten und menschlichem Geschick beispielsweise die von den Robotern auszuführenden Aufgaben und Prozesse entwickeln, oder die von Maschinen ausgeführten automatisierten Arbeiten überwachen und beaufsichtigen.

Idealerweise wird ein erfolgreicher Übergang zu einer auf smarte Automation gestützten verarbeitenden Industrie dem menschlichen Talent die Chance auf ein höheres Produktivitätsniveau und letztlich auf anspruchsvollere Beschäftigung bieten.

Damit diese bessere Zukunft Wirklichkeit wird, so heißt es in dem Bericht, müssen die meisten Länder jedoch ihre Berufsausbildungsprogramme verbessern. Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik werden wichtige Studienbereiche bleiben, stellt der Bericht fest. Für die Automatisierung und Anwendungen Künstlicher Intelligenz braucht es jedoch dringend weitere Grundausbildungsprogramme und ein Umdenken in der Lehrkräfteausbildung.

ABB und die Intelligence Unit des The Economist planen, den ARI jährlich zu aktualisieren und das Ranking gegebenenfalls anzupassen. Damit soll der Index ein Instrument werden, mit dem Regierungen ihre Strategien zur erfolgreichen Teilnahme an einer hochautomatisierten, hochdigitalisierten globalen Wirtschaft festlegen und kontinuierlich anpassen können.

ABB selbst bereitet sich mit der Schaffung »digitaler Arbeitsplatzumgebungen« und der intensiven Schulung der Mitarbeiter in digitalen Automations-Tools bereits intensiv auf die Zukunft vor. Zudem fördert ABB in den unternehmenseigenen Forschungszentren die Innovation ebenso wie mit zahlreichen, durch die Risikokapitalgesellschaft ABB Technology Ventures (ATV) ermöglichten Kooperationspartnerschaften mit Startups.

In den globalen Bereichen Politik und Bildung setzt ABB die Zusammenarbeit mit Branchenverbänden, multilateralen Organisationen und akademischen Einrichtungen fort. Um eine smarte Automation, erhöhte Produktivität und die Schaffung hochqualitativer Arbeitsplätze zu ermöglichen, steht das Unternehmen politischen Entscheidungsträgern auf Wunsch auch beratend zur Seite.

www.abb.at