24 Stunden Sonne sind möglich

Auf dem Weg dorthin werden alle lernen, denn eine Veränderung wie diese hat zuvor noch niemand gestaltet. Es gibt kein Patentrezept, keine Anleitung, es gibt nicht den einen Weg, der in die Zukunft von 24 Stunden Sonne führt. Diese Umstellung wird auch nicht von heute auf morgen geschehen. Aber es führt kein Weg daran vorbei, der Start liegt im Hier und Jetzt.

Erneuerbare Energie ist schon heute vielseitig einsetzbar
Was braucht es also dazu, um die Vision Realität werden zu lassen? Erstens: Fossile Brennstoffe wie Kohle und Gas werden durch erneuerbare Energie wie Photovoltaik oder Wind ersetzt, das Gleiche gilt für Atomstrom. Ein zweiter, wichtiger Punkt ist die Möglichkeit zur Speicherung von Energie, vom Tag in die Nacht, vom Sommer in den Winter. Strom aus erneuerbarer Energie eignet sich hervorragend zur Erzeugung von Wärme, ebenso wie zur Kühlung. All diese Dinge sind bereits heute möglich. Sie ersetzen nicht nur die umweltschädigenden und gefährlichen Energielieferanten, sie sind meist auch noch kostengünstiger. Vor allem, wenn tatsächlich alle Kosten mit eingerechnet werden, wie zum Beispiel die Endlagerung von atomaren Abfällen.

Die Umstellung des öffentlichen Verkehrs auf Elektromobilität ist wesentlich für das Gelingen der Energiewende. (Bild: Fronius International GmbH)Elektromobilität als Schlüssel zur Energiewende
Ein weiterer Meilenstein ist die Elektromobilität. Skandinavien hat es vorgemacht. Im Jahr 2015 waren dort bereits mehr als 100.000 Elektroautos auf den Straßen, dank staatlicher Kaufanreize. Es bedarf also auch der Unterstützung auf politischer Ebene, um 24 Stunden Sonne möglich zu machen. Nur damit kann dem Klimawandel mit all seinen desaströsen Auswirkungen auf die Menschheit entgegengewirkt werden. Weitere Entwicklungen in diese Richtung sind also sinnvoll: Die Umstellung des öffentlichen Verkehrs auf Elektromobilität, LKWs auf Betrieb Brennstoffzellen und generell die Minimierung von (unnötigen) Transporten.

Jeder kann etwas tun
Solche Veränderungen sind auch im Kleinen wichtig und hilfreich. Zu Fuß gehen, das Rad oder die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, anstatt in ein Treibstoff-fressendes Auto zu steigen, das spart Kosten und schont die Nerven. Muss es wirklich eine Fernreise sein oder finden sich auch in der Nähe schöne und entspannende Urlaubsziele? Wie groß der persönliche ökologische Fußabdruck ist, lässt sich ganz einfach herausfinden, zum Beispiel auf fussabdruck.de oder ecologicalfootprint.com

Nachhaltiges Supply Chain Management
Immer mehr Unternehmen legen Wert auf ein nachhaltiges Supply Chain Management. Das bedeutet, dass die Beschaffungskette und alle, die daran beteiligt sind, einen möglichst niedrigen ökologischen Fußabdruck aufweisen. Definitiv ein großer Schritt in die richtige Richtung aber auch hier ist noch viel zu tun.

Martin Hackl, Spartenleitung Solar Energy, Fronius International GmbH. (Bild: Fronius International GmbH)Kampagnen-Logo 24 Stunden Sonne. (Bild: Fronius International GmbH)24 Stunden Sonne bringen Veränderung
24 Stunden Sonne sind möglich. Dazu braucht es Ressourcen, die notwendigen Regulierungen und Unterstützung von politscher und unternehmerischer Seite. Vor allem aber braucht es eine Änderung des Verhaltens und der Erwartungen von jedem einzelnen.

Bilder: Fronius International GmbH